Trainerrücktritt, zwei „Klatschen“ und ein Sieg

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Fair springt SCL-Kapitän Manuel Wolf über Wendens Keeper Andreas Klein hinweg, sein „SCL“ kam freilich mit 1:6 unter die Räder. - Foto: Hellwig

LÜDENSCHEID -  Zwei Kanterniederlagen, ein Trainerrücktritt und Jubel nur bei RWL am Nattenberg: Der vierte Saisonspieltag hielt für die Lüdenscheider Fußball-Bezirksligisten reichlich Zündstoff parat.

Am folgenreichsten beim SV Hellas: Am Honsel bekannte Trainer Georgios Tsitiridis nach dem 2:7-Debakel gegen den SC Drolshagen, das er die Mannschaft nicht mehr erreicht und stellte sein Traineramt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. Letztlich ein doch etwas überraschender Schritt, hatte der Coach doch mit der punktarmen Durststrecke zu Saisonbeginn angesichts katastrophaler Trainingbeteiligung und daraus resultierender fehlender Fitness ohnehin gerechnet. Und auch Präsident Filippos Parlakoglou analysierte nach der Schlappe gegen den Liganeuling: „Erst jetzt beginnt für uns die Vorbereitung.“ Aber offenbar hatte die Chemie zwischen dem langjährigen LTV-Jugendtrainer und dem Team nicht mehr gepasst, die Kicker Disziplinforderungen und taktischen Überlegungen des Coaches wiederholt die Gefolgschaft verweigert. Zunächst übernimmt der spielende Co-Trainer Baris Moumin die Verantwortung beim neuen Tabellenschlusslicht.

Lange Gesichter gab’s am Sonntag auch beim Bergstädter Aufsteiger SC Lüdenscheid. Der bekam auf dem für die Kreisstadtteams offenbar besonders unangenehmen Schönauer Kunstrasen von den VSV Wenden eine 6:1 (2:0)-Klatsche verpasst, die sich Trainer Mike Wohlpart nicht hatte träumen lassen. Aber ohne den verletzten Routinier Michael Dolezych bekamen die Kicker des Sport-Clubs zu keiner Spielphase einen Zugriff auf das zentrale Mittelfeld, aus dem der überragende Wendener Spielmacher Schwarz seine Flügelflitzer Keller und Solbach sowie die Spitzen Alfes und Halbe immer wieder entscheidend zum halben Dutzend Treffer einsetzte, während der SC-Ehrentreffer auch noch aus einem Eigentor resultierte.

So gab’s bei den Kreisstädter Bezirksligisten nur Grund zum Jubel beim Traditions-club Rot-Weiß: Die Krumbholz-Elf nahm die schwere Auswärtshürde beim vorsaisonalen Angstgegner Fortuna Freudenberg in einem sehenswerten Spiel verdient mit 3:2 (1:1). Der nach 70 Minuten verletzt ausgewechselte Yusuf Cilingir (2) und Youngster Marcel Schönrath hatten bei ihren Treffern jeweils von den Vorlagen von „Laufwunder“ Matthias Urbas profitiert. Ku/axk/jig

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