Semrau macht sich und dem RSV Meinerzhagen Mut

Tim Odzewalski hatte in der 44. Minute die große Chance zum 3:4, bleibt aber hängen.  Foto: Schneider

Meinerzhagen -   Vier Tore geschossen und dennoch sehr deutlich verloren – so oder ähnlich fällt einmal mehr das Fazit einer Begegnung des RSV Meinerzhagen aus. Entsprechend trübe Stimmung herrschte nach der deutlichen 4:7 (2:4)-Heimniederlage gegen die SG Hickengrund, gepaart mit Rätselraten, denn das Problem bleibt von Spiel zu Spiel dasselbe: Die Blau-Weißen kassieren zu viele Gegentore.

„Wenn wir so weiterspielen, steigen wir ab“, zeigte sich RSV-Trainer Bayram Celik sichtlich verzweifelt. Und damit nicht genug: Zwei Defensivkräfte, die am Sonntag schon nicht auflaufen konnten, werden in den nächsten Spielen fehlen. Antonio Petrini und Apostolos Aslanidou werden vorerst verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Keine guten Nachrichten vor dem so wichtigen Spiel am kommenden Sonntag beim Bezirksliga-Drittletzten SV Netphen. Torwart Frank Semrau machte jedoch Mut: „Wenn wir die Spiele gegen die ebenfalls bedrohten Mannschaften gewinnen, wird es vermutlich für den Klassenerhalt reichen. Dann ist eine Niederlage gegen den Tabellendritten nicht ganz so schlimm.“

Zusammenspiel

Das Gegentorproblem ist indes sicher nicht nur an der Abwehr festzumachen. Es fehlt am Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen, insbesondere am schnellen Umschalten in der Rückwärtsbewegung und auch aus der Spieleröffnung nach Ball-eroberungen heraus. Nach vorne fehlt es an einem geordneten Aufbauspiel, wird das Leder nach vorne geschlagen in der Hoffnung, einer der schnellen Stürmer werde es schon richten.

Für das Spiel am kommenden Sonntag müssen sich Trainer und Mannschaft zusammenraufen, denn es werden sicherlich drei „Bigpoints“ vergeben. Mit einem Sieg könnte man den SV Netphen, der im Übrigen eine 1:9-„Klatsche“ beim FSV Gerlingen kassierte, wohl endgültig hinter sich lassen. Bedrohlich nah ist mit drei Zählern Abstand unterdessen der TSV Weißtal gekommen, der unter seinem neuen Trainer Alfonso Rubio Doblas (vorher SV Netphen) sogleich, wenn auch gegen den FC Hilchenbach, mit 6:2-Toren gewinnen konnte. Doch schon in den beiden vorangegangenen Bezirksliga-Jahren hat der RSV, wenn es darauf ankam, die Punkte gemacht.

Vertrauen auf die eigenen Stärken

Ob man nun auf ein angeschlagenes Team trifft oder auf eine Elf, die auf Wiedergutmachung brennt, bleibt abzuwarten. Die Celik-Elf muss auf ihre eigenen Stärken vertrauen und vermehrte Konzentration auf die gemeinsame Abwehrarbeit von den Spitzen bis zur Verteidigung setzen.

Michael Schneider

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