Gegensätzliche Stimmungen bei RWL und Grünenbaum

Tom Eicker brachte den TuS zwar in Front, doch dann schlugen die Rot-Weißen, hier mit (v.l.) Lennart Adams, Rostand Ndoumi Kemadjou und Matthias Urbas noch fünf Mal zurück. -  Foto: Baankreis

Lüdenscheid - Größer konnten die Gegensätze zwischen Rot-Weiß Lüdenscheid und dem TuS Grünenbaum kaum sein.

Während die Lüdenscheider Rot-Weißen den 5:1-Kantersieg über den TuS Grünenbaum und die damit verbundene Tabellenführung feierten, schlichen die Gästeakteure bei Dauerregen wie begossene Pudel vom Platz, sind nach dieser Pleite auf den letzten Platz zurückgefallen.

Und so war auch das Stimmungsbild bei den Trainern gänzlich unterschiedlich. „Grundsätzlich war das ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft, ob spielerisch, taktisch oder auch in punkto Disziplin.

Dass wir drei, vier Chancen des Gegners zugelassen und nach dem 0:1 für 15 Minuten mal den Faden verloren haben, ist doch normal. Grünenbaum ist schließlich keine Laufkundschaft. Ohne überheblich zu sein: Mir war trotz des Pausenrückstands klar, dass wir das Spiel noch gewinnen werden, wenn die Jungs geduldig bleiben. Das haben sie getan, zudem viel Spielfreude an den Tag gelegt. Und ganz ehrlich: Wir hätten eigentlich noch höher gewinnen müssen“, konnte Marco Sadowski diesmal aber über die ein oder andere vergebene Großchance gnädig hinwegsehen, vergaß bei allem Lob für die Feldspieler aber auch Brackmann-Ersatz Ansgar Forkel nicht: „Das, was zu halten war, hat er gehalten, zudem die nötige Ruhe ausgestrahlt.“

Um Sachlichkeit war derweil TuS-Trainer Niko Douros bemüht. „Wir haben mit dem KSC, Rothemühle, Meinerzhagen und jetzt RWL ein knüppelhartes Auftaktprogramm gehabt, mussten gegen diese ambitionierten Teams zudem dreimal auswärts antreten. Keine Frage, Rot-Weiß hat richtig gut gespielt, verdient gewonnen. Das ist momentan nicht unsere Kragenweite.“

Und dennoch wirkte der Coach auch gestern noch ein wenig zerknirscht: „Wir sind nicht ins Spiel gekommen, weil wir nicht in die Zweikämpfe gekommen sind. Nach dem 1:0 haben wir es dann viel besser gemacht, da war auch beim Gegner Unsicherheit zu spüren. Die zwei frühen Gegentore nach der Pause nach zwei Fehlern, die in der Bezirksliga einfach nicht passieren dürfen, waren aber Gift für uns. Und Rot-Weiß hat es danach auch richtig gut gemacht, während wir zu ängstlich und brav waren.“

Während sich die Bergstädter nunmehr voll auf das donnerstägliche Pokalduell beim TuS Plettenberg konzentrieren können, da sie in der Liga am kommenden Sonntag spielfrei sind, steht für den Aufsteiger am Kreisch ein laut Douros richtungweisendes Spiel gegen den SC Drolshagen an. „Da brauchen wir ein Ergebnis, sprich den ersten Saisonsieg.“

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