Jan Thomas schießt KSC in Nachspielzeit zum Sieg

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Erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer: Jan Thomas (rechts).

Kierspe - Wäre es ein Spiel des Bundesliga-Tabellenführers gewesen, hätte nach dem Schlusspfiff wohl das Wort „Bayern-Dusel“ im Felderhof-Stadion die Runde gemacht. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen bezwang der Kiersper SC, Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga 5, den abstiegsbedrohten SC Drolshagen dank eines 17-Meter-Krachers von Jan Thomas in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit 1:0 (0:0).

Von Thomas Busch

Unverdient war dieser Erfolg nicht – schließlich hatte der KSC gegen defensiv gut gestaffelte Gäste weitaus mehr vom Spiel gehabt –, glücklich war er ob des späten Zeitpunkts des einzigen Tores gleichwohl schon. Im Vergleich zur zweiten Halbzeit des Auswärtsauftritts in Altenhof eine Woche zuvor zeigten sich die Kiersper sowohl in puncto Einsatzwillen als auch teilweise in spielerischer Hinsicht verbessert. Trotzdem gelang es ihnen nicht, sich wirklich klare Torchancen zu erspielen. Den Grund benannte Trainer Sven Krahmer sehr treffend: „In den entscheidenden Momenten nehmen wir dann den Kopf nicht hoch...“

Weil Gäste-Keeper Maraun Thomas’ Schuss per Fußabwehr parierte (5.) und bei einem elfmeterreifen Foul am KSC-Torjäger die Pfeife des schwachen Schiedsrichters Sahin stumm blieb (9.), schien es lange Zeit, als würde die Taktik der Drolshagener aufgehen.

„Wir müssen vor allem möglichst lange ohne Gegentor bleiben“, hatte deren Coach Oliver Kalisch als Marschroute ausgegeben und konnte erfreut registrieren, dass sich seine Hintermannschaft tatsächlich keine wirkliche Blöße gab. Dabei profitierte der SCD davon, dass der KSC oftmals zu umständlich und nur selten direkt spielte. Dem Führungstor am nächsten kamen die Platzherren noch in der 51. Minute, als Felix Bably nach Timo Eicks Zuspiel an der vielbeinigen Gäste-Abwehr hängen blieb.

Auf der Gegenseite überstanden die Kiersper zwei, drei Kontersituationen deshalb unbeschadet, weil sie auch in der Schlussphase nicht den Fehler machten, mit „Mann und Maus“ auf das 1:0 zu drängen. Seine Bemühungen indes stellte der Tabellenführer nie ein – und wurde in der „Overtime“ schließlich belohnt.

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