Nur Ergebnis als Rückschlag für Rot-Weiß Lüdenscheid

Auch in dieser Szene kommt Attendorns Abwehrchef Eugen Litter vor Semir Tuz an den Ball. Der RWL-Stürmer hatte keinen guten Tag erwischt, war zudem angeschlagen. Foto: Baankreis

Lüdenscheid - Nach 57 Minuten war es mit der Beherrschung von Robert Krumbholz vorbei: Zum wiederholten Mal hatte Referee Mahmoudy-Ojghaz eine falsche Einwurfentscheidung getroffen, der gerade eingewechselte Budde bediente Attendorns Goalgetter Schrage, der zu allem Überfluss aus stark abseitsverdächtiger Position zum 2:0 einschoss.

Von Marc Kusche

„Eigentlich ist es nicht meine Art, Schiedsrichter übermäßig zu kritisieren. Aber diesmal gab es nicht nur einmal einen Grund dafür. Abgesehen von der Summe kleinerer Fehlentscheidungen hätte es auch durchaus noch einen Handelfmeter für uns geben können“, zürnte der Trainer von RW Lüdenscheid auch am Dienstag noch.

Attendorn im Abschluss einfach abgezockter

Den Schiri allein wollte der Coach dennoch nicht für die 1:3-Niederlage der Rot-Weißen beim Fußball-Bezirksliga-Spitzenreiter verantworlich machen. „Die waren im Abschluss einfach abgezockter, machen aus den ersten zwei Chancen in der zweiten Halbzeit zwei Tore, hatten zudem die klare Lufthoheit mit Litter hinten und Schrage vorne. Letztlich sind hier auch irgendwo zwei kleine Welten aufeinandergetroffen“, verwies Krumbholz darauf, dass er mit Öztürk, Platt, Albrecht und Schönrath gleich vier U21-Akteure aus dem „eigenen Stall“ in der Startformation hatte, derweil der Gegner zum Großteil auf gut dotierte, schon erfahrenere Akteure setzt.

„Und da treten dann die Qualitätsunterschiede einfach mal zu Tage. Ein Tim Schrage braucht eben nicht viele Chancen, um Tore zu machen, und ein Hasan Dogrusöz ist lange Zeit überhaupt nicht zu sehen, um dann Baris Öztürk zweimal richtig einzudrehen. Aber ganz ehrlich: Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist mir lieber“, will der 35-Jährige weiter verstärkt auf eigenen Nachwuchs, aber im Hinblick auf die neue Spielzeit auch auf gezielte Qualitätssteigerung von außen setzen.

Das Derbyfieber wächst in Lüdenscheid

War die Niederlage nach zuvor vier Siegen für Krumbholz allenfalls vom Ergebnis her ein Rückschlag („Über weite Strecken war das in Attendorn von uns sehr ordentlich“), grassiert jetzt das Derbyfieber. „Schon direkt nach dem Spiel in der Kabine wurde deutlich, wie heiß die Jungs auf den SC Lüdenscheid sind“, soll die 0:1-Hinspielniederlage am Sonntag am Nattenberg ausgemerzt werden. Dann werden auch Sattler und Besirlioglu wieder an Bord sein, während es bei Routinier Scheerer nach seiner erneut aufgebrochenen Oberschenkelzerrung eher schlecht aussieht.

Angeführt von Cotrainer Matthias Thielicke nutzten derweil auch einige Spieler des SC Lüdenscheid den Ostermontag zum Besuch in Attendorn, trafen dort doch die beiden kommenden Gegner des Aufsteigers im direkten Duell aufeinander.

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