Rot-Weiße nehmen Abschied von allen Träumen

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Riesenchance für Mark Sattler, doch der gestern auf der „6“ eingesetzte RWL-Allrounder (im Duell mit Timo Ginsberg) jagt die Kugel hoch über den Kasten.

LÜDENSCHEID -  Nach 13 Saisonspielen muss Rot-Weiß Lüdenscheid realistisch einräumen, dass das angestrebte Aufstiegsziel für die Spielzeit 13/14 zu den Akten gelegt werden kann. Denn nach der 0:2 (0:0)-Heimschlappe gegen Germania Salchendorf ist die Bilanz gegen das Liga-Spitzenquartett ernüchternd.

Nur gegen den KSC gab’s einen Punkt, drei Niederlagen aber verweisen die Rot-Weißen aus dem Kreis der Hoffnungsvollen.

In Minute 67 spielten sich die Schlüsselszenen im Verfolgerduell am Nattenberg ab, das bis dato auf Messers Schneide gestanden hatte: RWL-Torjäger Cilingir steckte toll für Schönrath durch, doch der Youngster schob die Kugel bei der Riesenchance aus zwölf Metern zentral vor dem Tor neben den Germanen-Kasten. Und im Gegenzug nahm das Unheil für Rot-Weiß seinen Lauf: Besirlioglus Patzer eröffnete Reineck die Konterchance, der sich die Kugel aber vermeintlich schon zu weit vorgelegt hatte. Doch Keeper Brackmann holte den Salchendorfer von den Beinen. Völkel verwandelte den fälligen Elfmeter, obwohl der Rot-Weiße mit den Fingerspitzen noch dran war. Was folgte, war das verzweifelte Anrennen der Bergstädter um den Ausgleich, aber ohne letzte Abgeklärtheit vor dem Germanen-Strafraum. Und Salchendorfs Konterchancen – ebenfalls nur selten clever ausgespielt, dennoch in der Nachspielzeit noch durch Petersens 2:0 von Erfolg gekrönt.

RWL hatte nur schwer ins Spiel gefunden, Salchendorf eine halbe Stunde lang die viel bessere Spielanlage gezeigt und über rechts viel Druck gemacht. Doch Schaefers Flankenläufe fanden nicht den entscheidenden Abnehmer, so dass sich Rot-Weiß über das 0:0 „wackelte“ – und dann plötzlich gute Chancen hatte, in Führung zu gehen: Urbas legte für Sattler auf, dessen Kopfball Majewski von der Linie kratzte (33.), dann schloss der Linksfuß aus spitzem Winkel nicht selbst ab und schließlich verpasste Cilingir um Zentimeter.

Trotz optischer Gästevorteile auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte RWL die wenigen dickeren Chancen, weil Salchendorf letzte Präzision fehlte. Doch Sattler jagte die Kugel in den Himmel (57.) und Cilingirs Drehschuss entschärfte Keeper Lohmann zur Ecke (65.) Der Rest ist bekannt... Jörg Hellwig

RWL: Brackmann – Öztürk, Katsaros, Polo (29. Akhabach), Besirlioglu – Sattler, Sommer – Jindou (67. Albrecht), Schönrath (74. Haering), Urbas – Cilingir

Germania: Lohmann – Ginsberg, Krüger, Weitz, Reineck – Stenschke (65. von Fugler), Majewski – Schaefer (87. Petersen), Klöckner, Dickel – Völkel (78. Schilk)

Schiedsrichter: Ok (Lennstadt)

Tore: 0:1 (67., Foulefmeter) Völkel, 0:2 (90.+3) Petersen

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