Fußball-Bezirksliga: Staffel 6

Ein Sieg steht auf dem RWL-Wunschzettel

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Schwer aber nicht unlösbar ist die Aufgabe, die den TuS Grünenbaum um Elia König (rechts) im letzten Spiel des Jahres erwartet. Doch unabhängig vom Gegner benötigen die Halveraner im Abstiegskampf jeden Punkt.

Kreisgebiet - Das Fußballjahr der Bezirksligisten aus der Staffel 6 neigt sich dem Ende zu. Während Rot-Weiß Lüdenscheid mit einem Sieg über den Geisecker SV Platz zwei mit in die Winterpause nehmen kann, hofft der TuS Grünenbaum gegen den VfB Schwelm auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Die Lage ist prekär, doch die Hoffnung auf die Wende hat der abstiegsbedrohte Staffel-6-Bezirksligist TuS Grünenbaum noch nicht aufgegeben. Im letzten Spiel des Jahres gastiert am Sonntag der VfB Schwelm auf dem Sportplatz Kreisch (Anstoß 14.30 Uhr), und der zweite Saisonsieg wäre für das Kellerkind fraglos ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. 

Von einem Endspiel möchte Betreuer Tom Herberg noch nicht sprechen, weiß aber sehr wohl, dass ein solches schon relativ bald ins Haus steht – schließlich geht es zum Wiederauftakt im Februar zum ASSV Letmathe, der einzigen Mannschaft, die in der Tabelle noch hinter den Grünenbaumern rangiert. Gleichwohl geht es für den TuS angesichts von acht Punkten Rückstand aufs rettende Ufer ohnehin darum, alles mitzunehmen, was irgendwie mitzunehmen ist. 

Und gegen den VfB Schwelm Zählbares einzufahren, ist sicherlich nicht leicht, aber auch alles andere als unmöglich. „Ein unangenehmer Gegner“, weiß Tom Herberg zwar, doch der Tabellenachte ist ähnlich einzuschätzen wie viele andere Mannschaften aus dem Mittelfeld auch: nach vorne vor allem durch Flügelspiel gefährlich, hinten aber durchaus anfällig. Dementsprechend wird die Taktik der Grünenbaumer wohl darauf fußen, erst einmal stabil in der Defensive zu stehen. 

Gelingt das, sollen vermehrt die offensiven Qualitäten zum Tragen kommen. „Vorne sind wir schließlich immer für ein, zwei Tore gut“, sagt Herberg. Positiv für den TuS: Christopher Wand ist wieder dabei. „Mit ihm haben wir hinten eine wertvolle Option mehr“, freut sich Tom Herberg über den willkommenen Zuwachs für die Viererabwehrkette. 

Dass obendrein Felix Höngen wieder im Lauftraining ist, nährt die Hoffnungen auf sein Comeback nach der Winterpause. Allerdings liegen in personeller Hinsicht auch Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Jan Rademacher, der in dieser Woche selbst durch eine Grippe außer Gefecht gesetzt war. Kevin Klahr, mit sieben Toren Grünenbaums bester Schütze, plagt eine Rippenverletzung. Ob der für seine Mannschaft so wichtige Stürmer mitwirken kann, wird sich erst am Spieltag entscheiden.

TuS: Voerster, Hewakandamby – Dogan, Gillmann, Hamel, Hense, Renneckendorf, Wand, Chamkha, Kochta, König, Wolter, Yilmaz, Eicker, Klahr (?), Marek

Rot-Weiß Lüdenscheid hat einen Lauf und will den auch vor der Winterpause nicht unterbrechen: „Es hat unheimlich Spaß gemacht in den vergangenen Wochen. Den Spaß wollen wir mit einem Heimsieg und Platz zwei in der Tabelle beibehalten“, blickt Coach Martin Rost dem Duell mit dem Geisecker SV (Sonntag, 15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) entgegen. 

Das zweite Rückrundenspiel soll den Bergstädtern den zweiten Dreier und damit den vierten Sieg in Folge bringen – „das hat sich die Mannschaft verdient und darauf ist sie auch richtig heiß“, verweist Rost auf die gestiegene Trainingsbeteiligung, nachdem er noch vor zwei Wochen eine leichte Abwärtskurve befürchtet und die Pause herbeigesehnt hatte.

In dieser Woche aber waren wieder mindestens 16 Akteure bei den Übungseinheiten und präsentierten sich gallig wie zuletzt auf dem Feld beim Sieg in Hennen. Bei aller Zuversicht ist Rost aber nicht sorglos, hat vielmehr eine gehörige Portion Respekt vor den Gästen aus dem Schwerter Stadtteil. Und zwar nicht nur, weil die das Stadtduell gegen den VfL zu ihren Gunsten entschieden. 

Zu gut ist ihm auch noch das Hinspiel in Erinnerung, als sich seine Mannschaft eine Stunde lang sehr schwer tat, ehe der Sekunden zuvor eingewechselte Mark Sattler mit dem ersten Ballkontakt nach einer Ecke das 2:1 erzielte und damit zum „Dosenöffner“ für den dann leichten 5:1-Erfolg avancierte. „Eine körperlich starke und sehr robuste Mannschaft, die viel mit langen Bällen arbeitet“, klassifiziert Rost den GSV. 

„Wir dürfen gegen Geisecke nicht ins Klein-Klein-Spiel verfallen, müssen die Gäste vielmehr ins Laufen bekommen, dann ergeben sich auf unserem großen Platz auch die Räume, die wir nutzen können. Bei alledem dürfen wir aber nicht die Zweikämpfe vernachlässigen, sondern müssen auch in diesem Bereich dominieren“, formuliert der Coach seinen Wunschzettel, bevor er sich dann am Montag in den Urlaub verabschiedet und bis nach den Festtagen einen Bogen um das Kunstgrün am Nattenberg macht. 

Sorgen muss er sich vor dem Duell nur um den erkrankten Breitenbach machen, der die Ausfallliste um die langzeitverletzten Neucke und Tuz verlängert. Wieder an Bord sind dafür Finke, Schwenck und Hinspieljoker Sattler. 

RWL: Reischel, Brackmann – Yilmaz, Linneboden, Besirlioglu, Ertelt, Akdag, Maatalla, Breitenbach (?), Scheerer, Mai, Schönrath, Sattler, Dissing, Schwenck, Jindou, Schwarzer, Finke

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