Rot-Weiß Lüdenscheid mit ganz schwacher zweiter Hälfte

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RW Lüdenscheid um Kapitän Christos Katsaros enttäuschte in der zweiten Hälfte.

Lüdenscheid - Das erhoffte Ausrufezeichen, mit dem Rot-Weiß Lüdenscheid zum Jahresauftakt Ansprüche auf einen Spitzenplatz hatte untermauern wollen, wurde buchstäblich vom Winde verweht. Unterm Strich stand eine enttäuschende 1:2-Heimschlappe gegen einen sehr disziplinierten und zweikampfstarken SC LWL 05.

„Wir sind zwar weiterhin Tabellenzweiter, doch vom Begriff Spitzenmannschaft müssen wir uns verabschieden. Denn eine Spitzenmannschaft hätte zumindest 1:1 gespielt und sich nicht wegen schwachen Rücklaufverhaltens in der Nachspielzeit einen Konter zum 1:2 eingefangen“, schob RW-Coach Marco Sadowski einen mächtigen Rochus auf sein Team. „Die Umstände waren widrig und haben es sehr schwer gemacht, Fußball zu spielen. Aber vor der Pause war noch alles in Ordnung. Nach etwas Glück zu Beginn haben wir das Spiel auch ohne echte Spitze, Lars Scheerer und Redouane El Alami haben auf gleicher Höhe etwas tiefer gespielt, ganz gut im Griff gehabt und auch verdient geführt“, lobte der Coach sein Team noch für die ersten 45 Minuten gegen den meist schräg von vorn kommenden Wind.

Zweite Halbzeit ärgert Sadowski

Aber was seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel bot, das brachte den Trainer richtig in Harnisch. „Das war gar nichts. Ich weiß nicht, warum wir immer wieder hohe, lange Bälle gespielt haben. Normalerweise haben wir doch die fußballerischen Mittel, kurze Bälle flach zu spielen, unsere Flügel und den als echte Spitze eingewechselten Patrick Klatt über Pässe in den Fuß anzuspielen, aber die bekamen keine vernünftigen Bälle. Wir haben selbst aus dem Mittelfeldzentrum nur noch kaum zu verarbeitende Bälle gespielt“, ärgerte sich der Trainer. Aus dieser Zentrale hatte er den Führungstorschützen Robin Breitenbach nach einer Stunde ausgewechselt, weil die Wade zwickte, wieder auf das 4-2-3-1-System der Hinrunde umgestellt und gehofft, die Partie wieder zu eigenen Gunsten drehen zu können. Aber wie so häufig in dieser Saison, wenn die widrigen Umstände viel Kampf erfordern, ging der Schuss nach hinten los. RWL bestätigte, dass „Fritz-Walter-Wetter“ nicht das der meteorologische Unbilden eigentlich gewohnten Bergstädter ist.

Mannschaft schlechter als das Wetter

Die verloren überraschend viele Zweikämpfe und verzweifelten an der bissigen, kampfstarken Rokitte-Elf, die sich geschickter auf die widrigen Bedingungen eingestellt hatte. „Das Wetter war schon sehr schlecht, meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit aber noch schlechter“, schimpfte der Coach: „Wir haben vier Spiele in dieser Saison verloren, davon drei zuletzt hintereinander, von denen zwei völlig unnötig waren. Man darf gar nicht darüber nachdenken, was wir für eine glänzende Ausgangsposition wir seit Dezember verspielt haben.“

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