Zehn Minuten Zittern zum Sieg im Derby in Meinerzhagen

Nach dem Jubel beim zwischenzeitlichen 3:1 von Murat Yorulmaz (Mitte) schien für den RSV Meinerzhagen im Kreis-Derby gegen den SC Lüdenscheid alles klar zu sein. Zum Schluss mussten die Gastgeber aber noch um die drei Punkte bangen. Foto: Baankreis

Meinerzhagen -  Am Schluss musste der RSV Meinerzhagen noch einmal zehn Minuten lang zittern. Die drei Punkte beim 3:2 (1:1)-Erfolg im Kreis-Derby gegen den SC Lüdenscheid gab der Fußball-Bezirksligist aber am Ende der insgesamt 93 Minuten nicht mehr her und verschaffte sich so wieder etwas mehr Luft zum Tabellenkeller.

Dass das Nachbarschaftsduell aber auch mit einem Punkt für beide Kontrahenten hätte enden können, wäre aus Sicht des SC Lüdenscheid durchaus ein Erfolg gewesen, nachdem den Bergstädtern die Partie zwischenzeitlich zu entgleiten drohte.

Zwar stand der SC, der ohne die aus dem Kader geworfenen Muti und Maehne antrat, zunächst in der Defensive sicher und ließ bis auf einen Kopfball von Krämer (9.) nichts zu. Doch nach der eigenen Führung, die Manuel Wolf (23.) nach einem von Kolodziej verlängertem Schulte-Einwurf per Kopf besorgte, ließen die Gäste besonders in der Abwehr nach.

Marczinkowski nutzt erste Chance für RSV

Ein Umstand, den der besser aufkommende RSV nur allzu gern nutzte und gleich mit seiner ersten großen Chance den Ausgleich erzielte. Einen strammen Schuss von Jan Marczinkowski konnte SC-Keeper Goldbach mit den Fäusten nur noch zum 1:1 ins eigene Tor abfälschen (30.). Zwar hatten die Lüdenscheider noch vor der Pause durch Wolf die Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen (39.), aber nach dem Seitenwechsel bestimmte über weite Strecken die Celik-Elf das Geschehen. Und dabei profitierten die Gastgeber auch von zwei Schnitzern der SC-Abwehr. Denn sowohl beim 2:1 von Jan Marczinkowski (50.), der nach Krämer-Flanke völlig frei im Strafraum stand, als auch beim 3:1 von Murat Yorulmaz (70.), der nach Zuspiel von Marczinkowski ebenfalls im Sechzehner nicht bedrängt wurde, ließ der SC den Gastgebern zu viel Platz.

Dass es durch den Anschlusstreffer des eingewechselten Florian Eick, der wie aus dem Nichts vor dem RSV-Tor auftauchte und den Ball im Eck versenkte (83.), und Möllers Schuss an den Außenpfosten (84.) noch einmal spannend wurde, lag auch an der Chancenverwertung der Meinerzhagener, die durch Marczinkowski (55.) und Krämer (63.) zwei riesige Möglichkeiten zur Vorentscheidung ausgelassen hatten. Am Schluss blieb es aber doch beim knappen 3:2.

Thema Maehne/Muti beim SCL erledigt

Die bisher für den SC Lüdenscheid spielenden Angreifer Timo Maehne und Özkan Muti waren übrigens beim Aufwärmen noch dabeigewesen, doch schon auf dem Spielberichtsbogen tauchten sie nicht mehr auf. Nachdem das Duo erfahren hatte, dass es nicht in der Anfangsformation für das Kreis-Derby beim RSV Meinerzhagen stand, entschieden sich Maehne und Muti, das Stadion an der Oststraße zu verlassen, anstatt zunächst auf der Bank Platz zu nehmen. Eine Aktion, die bei SC-Trainer Mike Wohlpart nur eine Reaktion zur Folge hatte. „Für uns hat sich das Kapitel mit den beiden erledigt. Solange ich beim SC Lüdenscheid Trainer bin, werden Muti und Maehne nicht mehr auflaufen“, bestätigte Wohlpart nach Spielende den Rausschmiss.

Wesley Baankreis

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare