TuS Langenholthausen will erst siegen, dann feiern

TuS-Spielertrainer Mario Droste, der von Warsteins Christian Korsch und Benedikt Heppe (r.) attackiert wird, will mit seiner Mannschaft beim TuS Medebach einen eminent wichtigen Dreier einfahren. - Fotos: Struff

LANGENHOLTHAUSEN - Da gibt es keine zwei Meinungen: „In diesem Spiel ist ein Sieg absolute Pflicht“, sagt Mario Droste vor dem Gastspiel beim Schlusslicht TuS Medebach (Hansestadion, Anstoß 14.30 Uhr). „Da reicht ein Blick auf die Tabelle, wenn man deren Situation sieht und unsere. Wenn wir da nicht gewinnen, kann ich meinen Spielern auch nicht mehr helfen.“

Schließlich wartet der letzte Meister aus dem ehemaligen Kreis Brilon nach dem Aufstieg im Sommer noch auf seinen ersten Sieg, hat in der Bezirksliga 4 bislang nur zwei magere Punkte geholt. Zum Saisonstart in Langenholthausen hatte die Mannschaft von Trainer Uli Drilling im August eine 0:2-Niederlage kassiert. Für die Hochsauerländer ist der auf heute vorgezogene Rückrundenstart bereits so etwas wie die letzte Chance, sich zumindest eine kleine Hoffnung auf den Ligenverbleib zu bewahren.

Doch da wollen die Gäste natürlich nicht mitspielen, denn diese drei Punkte haben sie selbst für ihre Mission Klassenerhalt fest eingeplant – und zwar egal, ob auf Natur- oder Kunstrasen gespielt wird.

„Ich hoffe nur, dass es nicht noch abgesagt wird. Für uns ist es das wichtigste Spiel der Hinrunde“, betont Droste und fügt hinzu, „wenn wir da nicht gewinnen, könne sich jeder eingraben lassen, ich auch.“ Denn der 40-jährige Spielertrainer wird auch selbst seine Schuhe schnüren. Am vergangenen Sonntag musste er beim Gastspiel in Warstein zwar nach 45 Minuten wegen Leistenproblemen vom Platz, aber für das Spiel in Medebach kann er grünes Licht geben. Am Donnerstag konnte er ohne Probleme trainieren, und auch alle anderen – bis auf Kaiser und der „Eintagsfliege“ Yeboah – stehen zur Verfügung. So wird Kapitän Zöller wieder in die Innenverteidigung rücken, und auch Christopher Reddig steht zur Verfügung. Bei seinem 20-minütigen Comeback in Warstein hat das Knie gehalten. „Das hat gut geklappt. Er hatte zwar das Okay von den Ärzten, aber es war wichtig, dass er es im Spiel selbst merkt“, sagt Droste und freut sich über die weitere Offensivalternative. Für einen Starteinsatz komme Reddig allerdings noch nicht in Frage.

Taktisch wird es im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderung geben. Im Hinspiel hatte Droste zwar mit im 4-2-3-1-System spielen lasssen, aber er belässt es beim 4-4-2, mit dem sich der TuS zuletzt auch in Warstein trotz der Niederlage positiv verkauft hatte. Diesmal soll jedoch nach den 90 Minuten unter allen Umständen der vierte Saisonsieg stehen – und zwar aus zwei Gründen: erstens, um die Abstiegszone zu verlassen, und zweitens als ideale Vorleistung für die anschließende Partytour. Nach dem Spiel wird sich der TuS nämlich nicht direkt auf den anderthalbstündigen Heimweg machen. Mit dem Bus machen die Grün-Weißen einen Abstecher ins 20 Kilometer entfernte Willingen, um dort gemeinsam im Brauhaus das Bundesliga-Spitzenspiel zu schauen und zu feiern.

TuS: N. Langwald, Schäfer – Grote, D. Filip, Lemke, Zöller, Trawinski, Scherner, E. Günes, Ceylan, Droste, Bonevski, Wördemann, J. Filip, Keklik, Ö. Günes, Reddig

von Stefan Herholz

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