SC-Kapitän Wolf hofft auf Wende im Derby

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Hier vorne weg, am Ende ohne Punkte: Der SC Lüdenscheid um Mohamed el Alami (im Duell mit Dominic Görke).

Lüdenscheid - „Wenn du vorne die Chancen nicht nutzt, dann wird das hinten bestraft.“ Diese Phrase wäre nicht in aller Munde, wenn sie nicht immer wieder bestätigt würde. Doch die Chancenverwertung des Sport-Club Lüdenscheid im Abstiegskrimi gegen den SC Drolshagen (1:3) ist nur ein Grund dafür, warum das Team vom auf dem letzten Platz der Bezirksliga 5 angekommen ist.

Von Emanuel Holz

Was lief trotzdem gut? Die Hausherren spielten die Gäste in der ersten Halbzeit an die Wand, erarbeiteten sich Chance um Chance, trumpften nach der rund 15-minütigen „Abtastphase“ groß auf. „Nur“ die Tore fehlten.

„Wenn wir die Chancen in der ersten Halbzeit nutzen, dann fallen die auseinander“, ist sich SCL-Kapitän Manuel Wolf in der Nachschau sicher. Dass es damit nichts wurde, lag am bärenstarken Drolshagen-Torwart Sebastian Maraun, der sich von seiner nervösen Abwehr – Marke „Hühnerhaufen“ – nicht anstecken ließ.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit raunte ihm sein Mitspieler Marius Schröder frustriert zu: „Wir haben seit über einer halben Stunde nicht mehr aufs Tor geschossen.“ Hätte man dem Duo in diesem Moment gesagt, dass ihre Mannschaft recht souverän als Sieger vom Platz gehen würde, sie hätten es nicht glauben können.

Dass es trotzdem so kam, hatte mehrere Gründe. Zum einen, weil die Hausherren in der zweiten Halbzeit keine Wege und Mittel mehr fanden, die nun besser sortierte Gäste-Defensive zu knacken. Eigentlich unerklärlich, wie die Gastgeber das Heft aus der Hand geben konnten: „Da waren wir vielleicht auch ein Stück weit überrascht, wie früh Drolshagen gepresst hat. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht“, meint Wolf hinsichtlich der zwei unterschiedlich verlaufenden Halbzeiten.

Und so kam es aus Sicht der Wehberg-Elf fast schon so, wie es kommen musste, wenn sich zum Unvermögen Pech gesellt: Der erste sauber vorgetragene Angriff des Teams von Oliver Kalisch, der sich mit dem Sieg wohl auch weiterhin den Platz auf der Trainerbank gesichert hat, führte zum 0:1 (57./Patrick Stamm). „Danach waren wir total verunsichert. Man bemüht sich und wird nicht belohnt. Im Moment kassieren wir immer nur Rückschläge“, sagt Manuel Wolf.

Trotz der bitteren Pleite ist er zuversichtlich: „Im Vergleich zu den vielen 0:5-Pleiten sind wir bissiger in den Zweikämpfen, das hat man in Freudenberg gesehen. Außerdem haben wir läuferisch zugelegt. Dass das Derby gegen Rot-Weiß vor der Tür steht, daraus schöpfe ich Kraft. Wenn wir da die drei Punkte holen, gibt uns das Auftrieb für die restlichen Hinrundenspiele.“

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