Die Zuversicht ist ungebrochen

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Was ist denn da los mit dem Torriecher von Goalgetter Mario Stenmans? Am Sonntag gegen den FC Altenhof hatte der Hüne Chancen, doch ein Tor wollte ihm auch diesmal nicht gelingen.

Lüdenscheid - Es hat nicht viel gefehlt, und der SC Lüdenscheid wäre am Sonntag auf den letzten Tabellenplatz der Bezirksliga-Staffel 5 zurückgefallen. 3:0 hatte Schlusslicht SC Drolshagen bereits gegen Rothemühle geführt und noch 3:4 verloren. So blieb dem SCL zumindest die Übernahme der roten Laterne erspart. Erspart bleibt dem Klub vom Wehberg ansonsten dieser Tage nicht so viel.

Von Thomas Machatzke

Das 0:2 am Sonntag gegen den FC Altenhof war kein folgerichtiges Ergebnis nach einem abstiegsreifen Auftritt gewesen. Der SCL hatte sportlich den Schritt nach vorne gemacht, den er sich gewünscht hatte. Nur an den Zahlen war dies nicht abzulesen gewesen. „Das war in Sachen Laufbereitschaft, Aggressivität und Zweikampfverhalten viel besser als zuletzt“, konstatierte Spielertrainer Michael Dolezych nach dem Abpfiff, „wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Aber es hat das Quäntchen Glück gefehlt.“

Nach 450 Minuten ohne Tor war der SCL in der Tat nahe dran gewesen. Stenmans und Lüthy hatten nach dem Rückstand in Unterzahl das 1:1 auf dem Fuß und verzogen nur um Zentimeter. Der eingewechselte Adrian Kolodziej köpfte nebens Tor und an den Pfosten, da stand Mario Stenmans bereits draußen und schüttelte den Kopf: „Es muss doch mal einer reingehen...“

Vielleicht wäre es auch eine Nullnummer geblieben am Wehberg ohne jene kuriose gelb-rote Karte gegen Robin Schmidt, der nach einer Verletzungspause zu früh das Feld betreten hatte. Murphys Gesetz: So etwas passiert am Ende wohl auch eher dem glücklosen Kellerkind als einem Topteam. „Da fehlt einfach das Fingerspitzengefühl“, stellte der Sportliche Leiter des SCL, Peter Schmalenbach, mit Blick auf Referee Kevin Woltermann fest.

Ansonsten sieht Schmalenbach das Positive. „Die Trainingsbeteiligung ist gut, das Training ist super. Wir müssen uns reinarbeiten“, sagt er, „wir müssen jetzt sehen, dass wir bis zur Winterpause noch genug Punkte holen, um dann in der Rückrunde angreifen zu können. Es ist bitter im Moment, aber irgendwie müssen wir da wieder rauskommen.“

Ex-Coach Mike Wohlpart "voll im Training"

Auch Michael Dolezych hat die Zuversicht nicht verloren. „Leistung und Einstellung müssen einfach optimistisch stimmen“, stellte er fest, „wir geben im Training weiter Gas – und das wird sich irgendwann auch auszahlen.“ Ob bereits am Sonntag? Es wäre zumindest ein dicke Überraschung, denn es geht zum Tabellendritten nach Freudenberg. Erst danach warten die Wochen der Wahrheit, wenn zunächst Schlusslicht Drolshagen zum Wehberg kommt und eine Woche auch der Stadtrivale RWL.

In Freudenberg fehlt noch einmal der gesperrte Manuel Wolf. Auch mit Artur Krämer ist noch nicht zu rechnen. Dafür vielleicht aber mit einem, den niemand auf der Rechnung hatte: Ex-Coach Mike Wohlpart ist seit Wochen wieder im Training, stand am Sonntag bereits als Auswechselkraft bereit. Die aktuellen Trainer haben ihn gefragt – und Wohlpart hat sich 43-jährig zur Verfügung gestellt. Fürs Unternehmen Klassenerhalt müssen die Kräfte gebündelt werden.

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