Liga-„Wundertüte“ birgt zahlreiche Risiken

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Einer der wenigen Aktivposten beim 1:6 gegen Wenden war im SC-Team Youngster Jan-Philipp Schulte (links), dessen Flankenläufe freilich auch vergeblich waren.

LÜDENSCHEID -  Die Zielsetzung ist klar, die Umsetzung birgt viele Fragezeichen und eine Menge Risiken. Im wegen des Lüdenscheider Stadtfestes auf Freitagabend (19.30 Uhr, Kunstrasenplatz Wehberg) vorgezogenen Bezirksligapunktspiel will Aufsteiger SC Lüdenscheid nach zwei Niederlagen in Folge gegen den ehemaligen Verbandsligisten TSV Weißtal den Schalter wieder umlegen und den Negativtrend stoppen.

„Wir wollen auf jeden Fall punkten“, ist Trainer Mike Wohlpart fest entschlossen, den schwachen Eindruck, den seine Truppe am Wochenende beim 1:6-Debakel bei VSV Wenden hinterließ, so schnell wie möglich wieder vergessen zu machen und stattdessen für einen Platz im Mittelfeld wieder zu punkten.

Doch der Gast aus dem Siegerland, der nach dem Abstieg aus der Westfalenliga mit seiner Erstvertretung in der vergangenen Saison den Spielbetrieb ruhen ließ, um in dieser Saison in der weniger kostspieligen Bezirksliga einen Neuanfang zu versuchen, dazu auch einige ehemalige Kräfte aus dem Verbandsligaaufgebot zurückgeholt hat, ist eine wahre „Wundertüte“: Siegen über Aufsteiger Drolshagen (4:1) und zuletzt gegen Mitfavorit Attendorn (2:0) stehen klare Niederlagen beim SC-Stadtrivalen RWL (1:5 – zu hoch ausgefallen) sowie am Dienstag im Pokal gegen Landesligist SuS Niederschelden (0:8) gegenüber. Der TSV stellt auf jeden Fall eine Mannschaft, die sich auch auf Gegners Platz nicht versteckt, sondern mitspielen will. Die Offensivtrümpfe von Trainer Neuser sind dabei der Dreh- und Angelpunkt, der spielende Co-Trainer Karolyi im zentralen Mittelfeld, der zielstrebige Grisse über der linke Außenbahn und der knorrige, kopfballstarke Mittelstürmer Seither. Da Weißtal zudem einen mitunter rustikalen Stil pflegt, kann der Gast auch für den SC überaus unangenehm werden.

Zumal die Hausherren weiter auf Taktgeber Michael Dolezych (verletzt), dessen Bruder Martin, Dominik Schwenck (beide Urlaub) Dennis Krieger, Keeper Thomas Bräcker (beide verletzt) und Christian Der (Grippe) verzichten müssen. Ein Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Einsatz von Youngster Florian Eick (ebenfalls Grippe). Dafür rückt aus der Reserve Felix Scholl wieder nach. „Wir haben genügend starke Spieler, um gegen Weißtal zu punkten“, ist Trainer Wohlpart von der Leistungskehrtwende überzeugt. Jörg Hellwig

SCL: Goldbach, Brongkoll – Siegesmund, Schulte, Wolf, Klein, Kürschner, Da. Schwenck, El Alami, Muti, Maehne, Kolodziej, Kara, Scholl

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