Semrau pariert Elfmeter und rettet so den Gäste-Sieg

Kein Durchkommen: Ein entgeisterter Lüdenscheider Stürmer Timo Maehne, der sich schon zum Seitfallzieher bereit gemacht hatte, erkennt, dass Meinerzhagens Abwehrchef Serkan Gürsoy ihm noch das Leder weggeschnappt hat.

LÜDENSCHEID -  Der Erfolg der Gäste war knapp, aber dennoch verdient: Mit 2:1 (1:1)-Toren setzte sich der RSV Meinerzhagen gestern beim SC Lüdenscheid durch – auch, weil Torhüter Semrau in der Schlussphase einen Foulelfmeter parierte. Damit zogen die Fußballer aus der Volmestadt nach Punkten mit dem Bezirksliga-Aufsteiger aus der Kreisstadt gleich.

Die Meinerzhagener machten von den ersten Minuten an deutlich, dass sie mit einem Zähler aus zwei Spielen nicht zufrieden waren: Sehr präsent in den Zweikämpfen, waren sie in einem von Kampf betonten Spiel häufig vor ihren Gegnern am Ball und schalteten bei Ballbesitz schnell mit langen Pässen in die Spitze auf Angriff um. So fiel auch, nachdem SC-Stürmer Maehne die ersten beiden Gelegenheiten des Spiels gehabt hatte (8./Kopfball drüber, 14./Schuss gehalten), das 0:1: RSV-Abwehrspieler Fuks schlug einen Diagonalpass aus der eigenen Hälfte auf Batgün, der aus 16 Metern mit einem satten Schuss ins kurze Eck traf (22.). Die Gastgeber antworteten mit einem knapp über die Latte streichenden Siegesmund-Fernschuss (25.), hatten Pech, dass Schiedsrichter Schade (Plettenberg) Demirs Handspiel im Strafraum übersah (26.).

Schulte trifft per Kopf zum 1:1-Ausgleich

Zwei Minuten später war der Ausgleich fällig: Ein abgefälschter Schulte-Kopfball fand den Weg ins Tor – doch beinahe wäre postwendend die erneute RSV-Führung gefallen, als ein lang nach vorn geschlagener Gürsoy-Freistoß an Freund und Feind vorbei an den Pfosten trudelte (31.).

Im zweiten Durchgang, den der SC Lüdenscheid ohne Antreiber Michael Dolezych (Leistenprobleme) anging, ging Meinerzhagen dann aber doch wieder in Front. Zwar hatte Brongkoll noch Krämers Schuss aus spitzem Winkel pariert (50.), doch bei Inchingolis Schuss nach Doppelpass mit Demir kam der SC-Schlussmann nicht mehr entscheidend an den Ball. Lüdenscheid hatte zu diesem Zeitpunkt nur neun Feldspieler auf dem Platz, weil Siegesmund behandelt wurde (58.).

Petrini foult Eick – aber Schwenck scheitert

In der letzten halben Stunde hatte der RSV diverse Konterchancen – die beste Gelegenheit war jedoch für den SCL zu verzeichnen, der nach Petrinis Foul an Eick einen Elfmeter zugesprochen bekam – doch Semrau hielt den von Do. Schwenck schwach geschossenen Ball fest (86.).

Axel Krüger

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