Zweites Stadtderby eine Premierenveranstaltung

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Als Favoriten gehen Daniel Schwenck (rechts) und seine Mitspieler vom SC Lüdenscheid in das Stadtduell gegen den SV Hellas.

LÜDENSCHEID - Wenn Aufsteiger SC Lüdenscheid am Sonntag (15 Uhr, Wehberg) den SV Hellas zum mit Spannung erwarteten zweiten Stadtduell empfängt, ist dieses Derby – man mag es kaum glauben – zugleich eine Premierenveranstaltung.

Denn seitdem die damaligen Vereine SpVg 28/32 und GW Lüdenscheid im Jahr 1998 zum SC Lüdenscheid fusioniert hatten, gab es in der Meisterschaft kein Aufeinandertreffen mehr zwischen den Erstvertretungen vom SCL und Hellas.

„Tradition hin, Tradition her: Derby ist Derby, und dieses wollen wir unbedingt gewinnen. Darauf bin ich ebenso heiß wie die Spieler“, möchte SC-Trainer Mike Wohlpart die ohnehin schon gute Startbilanz des Neulings (nach sechs Spielen Platz sieben mit 10 Punkten) weiter ausbauen. Das entsprechende Selbstvertrauen ist gerade nach den letzten Erfolgen gegen Weißtal und in Freudenberg vorhanden, „jetzt gilt es, daran anzuknüpfen. Und wenn wir unseren bisherigen Stiefel runterspielen, werden wir auch gewinnen“, zeigt sich Wohlpart sehr zuversichtlich, schränkt aber zugleich ein: „Hellas ist sicher besser als es der Tabellenstand aussagt. Die körperlichen Defizite kann auch Ali Akhabach nicht in einer Woche abstellen, aber es geht dort bergauf, und individuell ist da schon einiges an Klasse versammelt“, warnt der Coach vor jeglicher Spur von Überheblichkeit. Personell bleibt nahezu alles wie gehabt: Felix Scholl rückt studienbedingt ab sofort in die Reserve, dafür stößt Angreifer Timo Maehne eventuell wieder dazu.

Derweil übt sich Hellas-Trainer Ali Akhabach in Bescheidenheit: „Im Gegensatz zum SC, wo Mike einen richtig guten Job macht, sind wir nicht in der Position, um zu sagen, dass wird dorthin fahren, um zu gewinnen. Trainingsbeteiligung und Intensität waren in dieser Woche zwar gut, doch wir sind quasi noch in der Vorbereitung, um an der nötigen Kondition und am Zusammenspiel zu arbeiten. Von daher wäre es schon toll, wenn wir mit einem Punkt zurückkommen würden.“

Wobei sich an der taktischen Ausrichtung gegenüber dem letztwöchigen 2:3 gegen SV Attendorn kaum etwas verändern wird. Soll heißen: Alle Konzentration gilt zunächst einer ordentlichen Defensivarbeit, um dann – so weit es die Kräfte hergeben – selbst den Vorwärtseingang einzulegen und auf Torejagd zu gehen. Erheblich ändern wird sich hingegen das Personal, und zwar zum Positiven. Mit den Abwehrstrategen Burim Aliu, Georgios Kordelidis und Panagiotis Papatzalakis sowie Angreifer Vincenzo Minacapilli kommen gleich vier zuletzt gesperrte bzw. angeschlagene Akteure zurück, derweil neben Piero Rizzi auch Stefanos Kafetzis (Leiste) verletzungsbedingt ausfallen wird.

Als dritter Lüdenscheider Bezirksligist erwartet Rot-Weiß Lüdenscheid am Sonntagnachmittag (15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) den VfL Klafeld-Geisweid, bei dem inzwischen die ehemaligen Rot-Weißen Carsten Brodbek (Trainer) und Uwe Helmes (sportlicher Leiter) das Sagen auf der Bank haben. Beide Teams haben die letzten drei Begegnungen gewonnen, der VfL zudem im Vorjahr in der Bergstadt: Deshalb will RWL-Coach Robert Krumbholz den Gästen nicht ins offene Messer laufen, um nicht wieder über die schnellen Schölzke und Kneisel ausgekontert zu werden. Marc Kusche/jig

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