Gute Leistung wird nicht belohnt

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Paskal Kürschner und der SC (rechts) waren bei der 1:3-Pleite gegen Kierspe (Till Becker) nur zeitweise obenauf.

Lüdenscheid -  Es gibt eine Fußballer-Weisheit, die besagt: „Wenn du vorne die Chancen nicht nutzt, dann wirst du hinten dafür bestraft.“ Diese Phrase trifft auf die erste Halbzeit des Bezirksligisten SC Lüdenscheid in der Auftaktpartie gegen den Kiersper SC zu – als die Wehberg-Elf drei Großchancen vergab. Die Gäste belohnten sich beim 3:1-Auswärtssieg für ihre Effektivität mit drei Punkten.

Von Emanuel Holz 

Der KSC, der den freundlichen Geleitschutz der SC-Abwehr gleich zur 1:0-Führung (1.) durch Jan Thomas nutzte, ließ im Anschluss die Zügel in Sachen Spielkontrolle zu lose. Denn der SC startete fortan einen Sturmlauf. Lüthy wurde im Strafraum von Leo Becker gefoult und El Alami besorgte vom Punkt (3.) den Ausgleich. „Der Szene geht ein glasklares Handspiel des SC-Stürmers voraus, der sich so einen Vorteil verschafft hat“, meint KSC-Trainer Sven Krahmer, der das Foulspiel an Lüthy aber nicht bestreitet.

Im Anschluss hätten die Gastgeber dreimal in Führung gehen müssen, doch einmal stand Lüthy KSC-Keeper Salmen im Weg (21.) und später der Außenpfosten (38.). Ebenfalls nur „Alu“ traf Schwenck, der erst Salmen anschoss und den Abpraller aus kurzer Distanz nicht versenkte. Krahmer: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Glück. Wenn der SC eine der Chancen nutzt, kann das Spiel in eine andere Richtung laufen“ – taten sie aber nicht. Und so schlug kurz vor der Pause die Stunde der „kalten“ Kiersper: Erst bediente Timo Eick den zweifachen Torschützen Jan Thomas, der zur erneuten Führung einschob (39.) und dann passte Torschütze Thomas auf Bably, der den Ball an Goldbach vorbeilegte (42.). „Wir waren zwar alle in der Vorwärtsbewegung, aber da darf man nicht so pennen. Die Gegentore waren richtige Nackenschläge. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, meint SC-Trainer Jörg Schreyer, der in der Halbzeit versucht hatte, die Moral seiner Truppe aufzurichten.

Den Willen konnte man den Lüdenscheidern in Hälfte zwei nicht absprechen, doch zwingende Chancen blieben aus. Im Gegenteil: SC-Keeper Goldbach entschärfte noch zwei Distanz-Kracher.

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