Der Druck wächst fürs Dolezych-Team

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Mit Volldampf nach Klafeld: RWL-Kicker Mark Sattler.

Lüdenscheid - Nach drei Siegen in Serie will Fußball-Bezirksligist RW Lüdenscheid am Sonntag auch beim Tabellenschlusslicht VfL Klafeld-Geisweid nachlegen. Eine schwere Aufgabe erwartet derweil den SC Lüdenscheid, der am Wehberg den Landesliga-Absteiger SV Rothemühle erwartet.

Von Marc Kusche und Emanuel Holz

SC Lüdenscheid - SV Rothemühle (Sonntag, 15 Uhr, Wehberg)

Wenn der SC Lüdenscheid am Sonntag den Landesliga-Absteiger SV Rothemühle am Wehberg empfängt (15 Uhr), dann ist in erster Linie Wiedergutmachung angesagt. Wiedergutmachung dafür, wie die 0:5-Schlappe am Vorsonntag beim FSV Gerlingen zu Stande gekommen war. „Wir haben die Partie vor dem Dienstagtraining erst einmal verbal aufgearbeitet und den Jungs vor Augen geführt, was sie alles falsch gemacht haben. Die Eigenkritik war da, und ich hoffe, dass jetzt auch Taten folgen“, möchte Spielertrainer Michael Dolezych morgen zumindest ein Team erleben, das sich auf dem Platz förmlich zerreißt: „Wir haben das Tempo und die Intensität im Training in dieser Woche deutlich erhöht, und ich kann nur sagen, dass die Mannschaft sehr gut mitgezogen und richtig Gas gegeben hat. Jetzt muss die Umsetzung unter Wettkampfbedingungen kommen“, will er keine Ausreden mehr gelten lassen.

Denn die Situation ist ernst. Mehr als ein Viertel der Serie ist schließlich schon herum, Tabellenrang 14, und damit der erste Abstiegsplatz, weit weniger als das, was sich der SC auch ob seiner vermeintlich personellen Verstärkungen vorgenommen hat. Seinen eigenen Ansprüchen hinkt derweil auch der Gegner hinterher, erst recht, nachdem die letzten Begegnungen gegen Wenden und in Salchendorf nach „Last-Minute-Gegentoren“ jeweils 1:2 verloren wurden. Konsequenz. Zum Primus Kiersper SC hat das Wolf-Team bereits elf Zähler Rückstand. „Für uns wird es darauf ankommen, über gewonnene Zweikämpfe gut ins Spiel zu kommen.

Angesichts des fehlenden Selbstvertrauens wollen wir auf jeden Fall einen frühen Rückstand verhindern. Auf der anderen Seite müssen wir auch nach vorne etwas tun, denn in der momentanen Situaation helfen nur Siege weiter“, ist die Balance zwischen aggressiver Verteidigung und konstruktiver Offensive für Dolezych der Schlüssel. Personelle Umstellungen wird es definitiv geben, denn neben El Alami (krank) fallen gegenüber der Vorwoche auch Stenmans (krank) und Kapitän Wolf (Rotsperre bis zum 2. November) aus. Dafür stoßen Liakopoulos, Kürschner, Möller und auch der Spielertrainer selbst wieder dazu.

VfL Klafeld-Geisweid - RW Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, Hofbachstadion)

Mit drei Siegen aus den vergangenen drei Ligaspielen reisen die Bergstädter zum VfL Klafeld-Geisweid, dem Tabellenschlusslicht der Bezirksliga-Staffel 5. Die Gastgeber haben erst einen Sieg und drei Pünktchen auf dem Konto. Klare Vorzeichen herrschen also vor dem Duell, doch übermütig sind die Gäste keineswegs. Zwar reisen die Rot-Weißen als Favorit zum Hofbachstadion, doch Rot-Weiß-Trainer Thomas Dregger warnt seine Mannen vor der scheinbar einfachen Auswärtspartie.

Bei allem Respekt vor dem Gegner sollen am Ende nach den Vorstellungen des RWL-Coaches dennoch drei Punkte auf der Habenseite der Gäste stehen. Dregger: „Man darf Klafeld auf keinen Fall abschreiben, denn in der Vorsaison hatten sie auch eine schwierige Hinrunde, haben in der Rückrunde aber alles vom Platz gefegt.“ Dass die 0:2-Pokalpleite bei Phoenix Halver am Donnerstagabend seine Schützlinge nachhaltig negativ beeinflusst, glaubt Dregger indes nicht: „Wichtig ist nur, dass sich keiner verletzt hat.“ Gerade vor dem Hintergrund, dass neben den Langzeitverletzten Schönrath, Haering, Maas und Izgi auch Fragezeichen hinter den Einsätzen von Rizzi und Scheerer stehen, weiß Dregger um die schwere Aufgabe: „Klafeld hat die meisten Spiele nur knapp verloren, davor dürfen wir die Augen nicht verschließen. Wenn wir meinen, dass wir da im Vorbeigehen die drei Punkte mitnehmen, dann wird das nicht funktionieren. Trotzdem wollen wir natürlich gewinnen und werden auch dementsprechend so auftreten“, meint der RWL-Trainer, unter dem die Bergstädter wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben.

Ebenfalls nicht mit am Ball sein wird Hendrik Dunkel, der beim Projekt „Auswärtssieg“ aufgrund einer Bänderdehnung passen muss. Dies hat zur Folge, dass Thomas Dregger seine Mannschaft notgedrungen umbauen muss, auf eine Startelf wollte sich der Trainer aber erst nach dem gestrigen, lockeren Freitagabend-Training in Absprache mit seinem Trainerteam festlegen. Mit einem „Dreier“ könnten die Rot-Weißen, mit elf Zählern auf Platz zehn, dem Tabellenkeller mit einem großen Schritt entfliehen.

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