RWL: Hoffnung trotz neuer Niederlage

+
Unermüdlich unterwegs war auch RWL-MIttelfeldspieler Timo Sommer (links), hier bei der Verfolgung von Rothemüles Offensivspieler Ali-Kerim Sahli.

Lüdenscheid - Als der Rot-Weiß-Tross auf dem Weg zum Punktspiel in Rothemühle rund zwei Kilometer vor dem Sportplatz den Wendener Ortsteil Hoffnung passierte, hatte das schon Symbolcharakter für den gebeutelten Fußball-Bezirksligisten aus der Bergstadt.

Von Jörg Hellwig

Denn Trainer Thomas Dregger musste aus den verschiedensten Gründen gleich zehn Akteure ersetzen: Scheerer, Urbas, Sattler, Besirlioglu, Carbotta, Maas, Albrecht, Rizzi, Vassos und auch Zweitkeeper Reich.

Da musste schon eine Menge Hoffnung an Bord sein, um sich noch Chancen auszurechnen, nicht mit leeren Händen nach Lüdenscheid zurückzukehren. Hoffnung, die im Bezirksligaduell aber schnell auf ein Minimum zusammenschrumpfte, als Rothemühle, das sich vor dem Spiel ohne näheren Angaben von Gründen von Torjäger Bakary Sinaba getrennt hatte, früh (7.) in Führung ging. Vor allem aber, als Schiri Papiorek mit Jindou (27., Gelb-Rot) und Platt (30., Rot) gleich zwei Rot-Weiße des Feldes verwies. Sehr zum Ärger des RWL-Coaches, der im Gegensatz zu Schiedsrichter-Beobachter Werner Herdes (Balve) keinen guten Eindruck vom Unparteiischen hatte, der freilich nach Spielschluss vergaß, den Dregger-Verweis aus dem Innenraum im Spielbericht zu erwähnen...

Eigentlich war nach dieser Eröffnungsphase alles bereitet für einen klaren Sieg der Rothemühler. Doch die verstanden es zum Zorn der kritischen Anhänger vor dem Vereinsheim nicht, aus ihrem numerischen Doppelvorteil Kapital zu schlagen, leisteten sich immer wieder kapitale Ballverluste.

Mit Riesenkämpferherz und toller Moral

Vor allem aber auch, weil die Rot-Weißen sich nun hochgradig gereizt und motiviert zeigten: Mit Riesenkämpferherz und toller Moral liefen die Gäste immer wieder die automatisch entstehenden Lücken zu, warfen sich in Schüsse und Pässe der Gastgeber, die schon in der Spielentwicklung dank der unermüdlich ackernden Güzelcümbüs und Co. massiv gestört wurden. Und sie hatten sogar noch Luft für Entlastung und zwei Nadelstiche in der Offensive: Maatalla zog neben das Tor und als der dritte eingewechselte A-Junior, Lukas Finke, nur per Foul gestoppt werden konnte, köpfte Hendrik Dunkel den Freistoß sogar zum Ausgleich ins Netz (67.).

Dass zum Schluss die Kräfte aber nicht mehr reichten, war verständlich. Dennoch für das Trainerteam ein Signal, dass trotz dritter Niederlage in Folge selbst bei zahlreichen Ausfällen Potenzial im Team steckt, das gerade mit Blick auf die Junioren Hoffnung für die Zukunft weckt. Gleichwohl ist klar: RWL ist bis auf sieben Zähler an den ersten Abstiegsplatz gerutscht und benötigt am Osterwochenende dringend ein Geschenk in Form von Punkten.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare