Anthony Yeboah feiert sein Comeback

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Nach knapp zwei Jahren soll Stürmerroutinier Anthony Yeboah (hier im Bezirksligaspiel gegen den SV Hützemert) am Sonntag beim TuS Langenholthausen sein Comeback feiern.

BALVE -  Die Enttäuschung beim TuS Langenholthausen ist groß. Drei Sechs-Punkte-Spiele hatte der Bezirksliga-Aufsteiger zuletzt vor der Brust, dreimal ging er als Verlierer vom Platz. Die Folge war der Sturz auf Rang 15, und die nächste Aufgabe am Sonntag im Heimspiel gegen den FC Kirchhundem (Sportplatz Düsterloh, Anstoß 15 Uhr) wird um keinen Deut einfacher – im Gegenteil. Doch der TuS hat noch ein Ass im Ärmel gefunden: Anthony Yeboah ist wieder da.

„Kann das Team um Spielertrainer Adnan Spago an die, in den vergangenen Wochen – und vor allem im letzten Heimspiel – gezeigten Leistungen anknüpfen, so sollte der TuS Langenholthausen nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu höheren Aufgaben sein!“, so heißt es auf der Homepage des FC Kirchhundem selbstbewusst vor dem Gastspiel im Märkischen Kreis. Und anderer Stelle: „Gegen den Tabellen-15. aus dem Märkischen sind drei Punkte Pflicht...“

„Ich weiß, wie die es sich vorstellen“, sagt Rüdiger Kos. „Die meinen, sie kommen hierher und nehmen einen leichten Dreier mit. So einfach werden wir es ihnen aber nicht machen“, verspricht der Co-Trainer des TuS Langenholthausen, der in dieser Woche am Düsterloh für die Trainingseinheiten verantwortlich gewesen ist. Denn Trainer Mario Droste nutzte die Herbstferien zu einem Kurztrip in die Sonne.

„Vielleicht tut es beiden Seiten auch mal ganz gut, sich eine Woche lang nicht zu sehen“, sagt Kos und fügt hinzu: „Mario ist einer, der mit Herz und Seele dabei ist. Da ist der Druck unheimlich groß.“ Zum Spiel am Sonntag kehrt Droste aber wieder rechtzeitig zurück.

Und nicht nur das: Die Stimmung beim Training in dieser Woche sei „sehr, sehr gut“ gewesen. „Wir haben konzentriert gearbeitet und es hat Spaß gemacht“, erzählt Kos, der am Dienstag mit den TuS-Jungs vornehmlich im Bereich Schnellkraft gearbeitet hat, ehe am Donnerstag viel mit dem Ball gearbeitet wurde. „Passspiel und jede Menge Torabschluss“, sagt Kos. Mit dabei überraschend ein alter Bekannter, der in den kommenden Wochen helfen soll, die momentane Torflaute des TuS zu bekämpfen: Tony Yeboah, der zwar im Dezember 2011 zu seiner Familie nach London gegangen ist, seine Spielberechtigung für den TuS Langenholthausen aber behalten hat. „Er bleibt jetzt bis Weihnachten erst einmal hier“, weiß Kos zu erzählen.

Am Mittwochabend war Yeboah in Deutschland eingetroffen. „Tony hat sich bei mir gemeldet“, erzählt Clubchef „Charly“ Grote. „Eigentlich ging es um etwas anderes. Er hat eine Fußballschule in Ghana und macht gerade in England seinen Trainerschein.“ Doch Grote packte die Gelegenheit beim Schopf, und so wird der Routinier mindestens für die restlichen Spiele in diesem Jahr zur Verfügung steht. „In unserer Situation versucht man natürlich jeden Strohhalm zu ergreifen“, fügt Grote hinzu.

Yeboah war in der Winterpause 2010/2011 von der SpVg Hagen 11 zum Düsterloh gewechselt und hatte damals mit seinen 14 Treffern maßgeblichen Anteil am vorletzten souveränen Aufstieg in die Bezirksliga. Seine bislang letzte Partie im Trikot des TuS bestritt der Ghanaer dann ein halbes Jahr später am 11. Dezember bei Rot-Weiß Lennestadt. Nun soll er am Sonntag gegen den FC Kirchhundem sein Comeback auf dem Düsterloh geben.

Ebenfalls zurück im Kader ist Kapitän Dennis Zöller, der zuletzt beruflich in den USA gewesen ist. Offen ist dagegen, ob Fabian Trawinski und Dennis Bonevski wieder zur Verfügung stehen. Sie konnten unter der Woche nicht trainieren. „Ansonsten sind alle gesund aus den Trainingseinheiten herausgekommen“, sagt Kos und fügt hinzu: „Die drei Sechs-Punkte-Spiele sind in die Hose gegangen, jetzt müssen wir Punkte gegen die Topmannschaften holen, auch wenn es sehr schwer wird. Aber wir haben ein Heimspiel, und warum sollten wir mit dem nötigen Ernst und Teamgeist nicht für eine Überraschung sorgen und einen Punkt holen können?“

von Stefan Herholz

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