Nach 0:1-Rückstand geht für RWL nichts mehr

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Einer der ganz wenigen Rot-Weißen, die sich gegen die Niederlage stemmten: Youngster Niklas Friemann.

WENDEN - Gleich mit 0:5 kamen die Bergstädter am Sonntag bei den VSV Wenden unter die Räder – ein Ergebnis, das aufgrund der zweiten Halbzeit gar voll und ganz in Ordnung ging. Und während die VSV-Fans unter den rund 200 Zuschauern ihr Team nach dem Abpfiff begeistert feierten, machten sich beim Gästetross bereits große Sorgen breit.

Denn mit Bezirksliga-Fußball hatte der Auftritt allenfalls in den ersten 25 Minuten etwas zu tun gehabt.

Denn in der Anfangsphase waren die Rot-Weißen präsent, pressten ordentlich, gewannen die Zweikämpfe. Was indes schon zu diesem Zeitpunkt nicht klappte, waren die Zuspiele in die Spitze, sei es auf Cilingir, der sich zudem kaum einmal durchsetzen konnte, Urbas oder auch Schönrath. Chancen gab es dennoch – allerdings nur nach Standards. Freistöße von Urbas (6.) und Friemann (24.) flogen knapp vorbei, nach einem Eckstoß von Friemann zielte Sattler per Kopf zu hoch (18.).

Auch Wenden benötigte bei der ersten Torannäherung einen Freistoß, völlig frei drei Meter vor dem Tor konnte Goalgetter Halbe den Ball aber nicht verarbeiten (16.). Umso sehenswerter sein 1:0: Nach der Hereingabe von Solbach – von Akhabach komplett aus den Augen gelassen – verlängerte Halbe per Hacke zur Führung.

Lüdenscheider zeigen kaum Gegenwehr

Fortan ging bei Rot-Weiß nichts mehr. In Gänze zog sich das Team immer weiter zurück, von zehn Zweikämpfen gingen neun verloren, das Spiel nach vorne lag hanezu gänzlich brach. Erst recht, als die Hausherren direkt nach der Pause auf 2:0 erhöhten: Bei einem weiten Einwurf von der Mittellinie (!) schlief die gesamte RWL-Defensive, Halbe ließ allein auf Brackmann zu und vollendete eiskalt (46.).

Jetzt fand das Bäumgen-Team mit seinem Mittelfeld-Strategen Schwarz sowie der Angriffsache Alfes, Halbe und Solbach auch zu einem ansehnlichen Offensivspiel, wobei die rot-weiße Gegenwehr immer mehr erlahmte. Vergaben Alfes (46.), Keller (80.) und Moszeik (82./Pfosten) noch beste Gelegenheiten, so holten dies Halbe (85./86.) und Keller (90.) in den Schlussminuten nach glänzend ausgespielten Kontern nach. Doch wie gesagt: nahezu ohne Gegenwehr.

Marc Kusche

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