RWL-Verlegenheitself ist überfordert

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RWL-Mittelfeldspieler Mark Sattler, in der Schlussphase in den Hoorwasen ins Sturmzentrum beordert, scheiterte bei dieser Chance an SG-Keeper Hennig.

BURBACH -  Sechs Spiele ohne Sieg, nach dem 2:3 (0:1) bei der SG Hickengrund dabei zum vierten Mal verloren: Rot-Weiß Lüdenscheid muss sich nach dem Zwischenhoch, das die Krumbholz-Elf auf Rang drei hochgespült hatte, inzwischen wieder auf untere Tabellenränge konzentrieren.

Im Dreiländereck von NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz hatte Gästecoach Robert Krumbholz aber auch eine Verlegenheitself aufbieten müssen: Neben den Langzeitausfällen Mura und König fehlten der gesperrte Carbotta und der erkrankte Polo sowie Cilingir und Akhabach.

Zwar kam der Gast erstaunlich gut aus den Startlöchern, doch Keeper Hennig klärte nach schöner Kombination über Katsaros und Schönrath hauchdünn vor Urbas (4.). In der Folge wirbelte die hohe SG-Offensivqualität die neuformierte RW-Deckung mit den überforderten Außenverteidigern Öztürk und Albrecht durcheinander. Das Duett zwischen Patt und Rath nutzte der lange verletzte SG-Torjäger zum 1:0 (18.). Vier Minuten später hatte J. Frantz nach Öztürks schwerem Patzer das 2:0 auf dem Fuß, doch klärte Katsaros auf der Linie. Dann blieb Brackmann zweimal gegen Rath und E. Frantz Sieger. RWL hatte noch eine Chance durch den sehr blassen Schönrath, dessen Kopfball über den Balken flog.

Rot-Weiße zeigen eine tolle Moral

Nach Wiederbeginn gewann wieder Brackmann Duelle gegen Rath, Patt und J. Frantz, konnte freilich J. Frantz‘ 2:0 nicht verhindern, dem nach RW-Meinung ein Foul an Katsaros vorausgegangen war (55.). Drei Minuten später verpasste Besirlioglu nach Scheerers Freistoß die Riesenchance zum Anschluss, sorgte dann aber mit Katsaros und dem später eingewechselten Krumbholz nach dem 0:3 durch J. Frantz nach Öztürk-Fehler (61.) für mehr Stabilität in der Abwehr. Und nach dem 1:3 durch einen von Urbas verwandelten Handelfmeter (71.) blies Rot-Weiß noch einmal zum Angriff und bewies wieder große Moral: Sattler scheiterte an Hennig, nach Jindous Luftkampf mit dem SG-Keeper donnerte Katsaros den Abpraller aus 20 Metern ins Netz – 2:3 (76.). Ein Jindou-Kopfball (79., drüber) und Kastaros’ finaler AbseitsKopfball an die Latte (90.) waren vergebliche Versuche, wenigstens noch einen Punkt zu retten.

Jörg Hellwig

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