Fußball: Bezirksliga

Zurück in die Zukunft: TuS Plettenberg besetzt Trainerposten "neu"

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Beim Kiersper SC sah Kosta Michaildis vor wenigen Wochen keine Perspektive mehr. Sein Weg führt ihn jetzt zurück zum TuS Plettenberg, für den er von 2013 bis 2017 bereits vier Jahre lang tätig war.

Plettenberg - Gestern Abend startete RTL 2 mit der Ausstrahlung der Filmtrilogie „Zurück in die Zukunft“ aus den 80ern. Ganz so weit zurück hat sich Fußball-Bezirksligist TuS Plettenberg bei seiner Art Zeitreise zwecks Findung eines neuen Trainers nicht begeben. 

Wie schon zu Wochenbeginn vermutet, ist es Kosta Michailidis, der die Blau-Gelben 2014 aus der A-Liga zurück in die Bezirksliga führte und dort drei Jahre lang coachte. Trotz Zusage für eine weitere Spielzeit bat er seinerseits um vorzeitige Vertragsauflösung, um nur wenige Tage später beim Ligakonkurrenten Kiersper SC anzuheuern, den er Ende November wieder verließ. „Sein Abgang damals war sicherlich nicht ganz glücklich, aber so etwas muss man abhaken können. Erst mit etwas Abstand kann man erkennen, was man an ihm gehabt hat“, trägt der Sportliche Leiter des TuS, Stephan Suerbier, dem Rückkehrer die Umstände seines Ausscheidens von anderthalb Jahren nicht mehr nach. 

Aus einem zunächst größeren Kandidatenkreis, der erst auf vier, dann – nach Einbeziehung des aus Dustin Langenberg, Kosta Papadopoulos, Salih Öztürk, Steffen Hegemann und Niklas Linke bestehenden Spielerrats – auf zwei Bewerber reduziert wurde, erschien dem TuS-Vorstand nun der Lüdenscheider als der geeignetste Trainer. „Beim Weihnachtsessen am Donnerstag haben wir das so beschlossen und abgesegnet“, berichtet Suerbier, nicht ohne zu erwähnen, dass auch die Gespräche mit den übrigen Kandidaten positiv verlaufen seien. Sie seien alle aus dem Umkreis von 20 Kilometern gekommen – mit Ausnahme von Michailidis war aber keiner sofort verfügbar. 

„Aber das war nicht ausschlaggebend. Wäre die Entscheidung auf jemand anderen gefallen, hätten wir es bis zum Saisonende weiter so durchgezogen“, so Interimscoach Suerbier, der auf Wunsch von Michailidis am 28. Dezember beim Hallenturnier in Kierspe noch einmal in der Verantwortung stehen wird. Der neue, alte Coach wird die Vorbereitung auf die Rückrunde am 15. Januar aufnehmen, in der kommenden Woche allerdings schon an den Gesprächen mit den Spielern bezüglich der Saison 2019/20 teilnehmen. 

Diese haben bereits begonnen. „Von neun Spielern haben acht zugesagt, einer hat sich noch Bedenkzeit erbeten“, gab Suerbier schon einen „Wasserstand“ ab. „Ich habe mich mit Kosta immer gut verstanden. Sein Vorteil ist, dass er fast alle Spieler kennt, einige seit der A-Jugend schon vier Jahre trainiert hat. Er hat immer eine gute Arbeit gemacht, die Bezirksliga auch mit einem schwächeren Kader gehalten und hat taktisch was drauf“, sagt Suerbier über Michailidis, dessen erster Einsatz auf der Trainerbank beim Regionalcup des 30. Volksbanken Wintercup am 19. Januar erfolgen wird.

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