Fußball-Bezirksliga 5

TuS-Premiere auf dem "Birkendrust"

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Die Deuzer Abwehr hält sich zurück, Fadi Mrida hat freie Bahn – so einfach dürfte es am Sonntag für den TuS Plettenberg in Rüblinghausen nicht werden. 

Kierspe/Plettenberg - In der Fußball-Bezirksliga 5 müssen der Kiersper SC und der TuS Plettenberg reisen. Auf die Kiersper wartet ein Spiel mit Derby-Charakter, auf den TuS Plettenberg eine Premiere auf einem noch unbekannten Sportplatz...

VfR Rüblinghausen – TuS Plettenberg (Sonntag, 15 Uhr, Birkendrust): Wer erinnert sich noch an Ufuk Seyhan und Tecelli Yilmaz? In der Saison 2016/17 gaben beide Fußballer eine kurzes, nicht sehr erfolgreiches Intermezzo beim TuS Plettenberg. Seyhan war seinerzeit sogar Co-Trainer von Kosta Michailidis. Am Sonntag gibt es ein Wiedersehen mit Seyhan und Yilmaz, denn sie zählen zum Kader des Bezirksliga-Aufsteigers VfR Rüblinghausen, bei dem der TuS Plettenberg erstmals zu Gast sein wird. Anstoß ist um 15 Uhr am „Birkendrust“, nur einen Steinwurf von der A 45 entfernt im Süden der Kreisstadt Olpe. 

Der von Avdi Qaka trainierte VfR, der schon von 2010 bis 2012 ein zweijähriges Bezirksliga-Gastspiel gab, erwischte einen schlechten Saisonstart, verlor die ersten vier Spiele, ohne ein einziges Tor zu erzielen. Das hat sich mittlerweile geändert. In den letzten fünf Partien gelangen Rüblinghausen mindestens zwei Treffer, in Salchendorf sogar drei. Problem nur: Wie schon dem TuS Plettenberg reichte auch dem Aufsteiger eine 3:1-Führung im Wüstefeld nicht, er verlor am Ende mit 3:4. 

Eine Woche zuvor war das Heimspiel gegen Niederschelden nach einem 2:0-Vorsprung in der Nachspielzeit verloren gegangen, auch derartige Niederlagen sind den Blau-Gelben bekannt. Damit erschöpfen sich aber auch die Gemeinsamkeiten. Acht Punkte trennen beide Teams in der Tabelle, der VfR zählt zum Trio auf den Abstiegsrängen. Ein Heimsieg steht bislang zu Buche, ein 1:0 gegen den FC Eiserfeld. Und wenn schon der Tabellenvierte am „Birkendrust“ verliert, sollte sich auch der TuS Plettenberg in Acht nehmen. 

„Wir werden keinen Gegner unterschätzen“, sagt Stephan Suerbier. Die Bestätigung dafür lieferte am Donnerstag das seriös angegangene Pokalspiel bei TuRa Eggenscheid (7:1). Der Interimstrainer des TuS sieht Rüblinghausen auf Augenhöhe mit Hickengrund, wo die Plettenberger bekanntlich verloren. „Wir müssen viel über die Außen spielen – da sind sie anfällig“, weiß Suerbier, der das Erfolgsrezept mit frühem Pressing gefunden zu haben glaubt. „Auch die Kondition kommt. Wir können jetzt 80 Minuten Gas geben.“ 

Personell kann Suerbier aus dem Vollen schöpfen. Nur Salih Öztürk und Steve Lang waren unter der Woche noch krank. Folglich kann auch die Zweitvertretung, die am Sonntag um 13 Uhr den TuS Herscheid empfängt, unterstützt werden.

SV 04 Attendorn – Kiersper SC (Sonntag, 15.30 Uhr, Hansastadion): Nach zuletzt zwei Siegen – dem Auswärtserfolg beim SC LWL 05 folgte der 2:1-Paukenschlag gegen Primus SV Ottfingen – befindet sich Fußball-Bezirksligist Kiersper SC auf der Überholspur. Das soll auch nach dem Gastspiel beim SV 04 Attendorn weiterhin der Fall sein. 

„Wir wollen zumindest einen Punkt klauen und, wenn möglich, sogar gewinnen“, erklärt Trainer Kosta Michailidis vor der Rückkehr an seine einstige Wirkungsstätte. Ein Wiedersehen gibt es für die Kiersper am Sonntag mit zwei alten Bekannten – mit Mittelfeldspieler Serkan Gürsoy, der im Sommer vom Felderhof zum SV 04 gewechselt ist, und mit Bayram Celik. Der langjährige Trainer des RSV Meinerzhagen steht inzwischen in seiner zweiten Saison bei den Hansestädtern an der Seitenlinie. 

Gürsoy ist derzeit allerdings angeschlagen und sein Einsatz gegen seinen Ex-Klub fraglich. Die Attendorner sind 2017/18 Vorjahr durchaus unglücklich aus der Landesliga abgestiegen und haben eine Klasse tiefer den Anspruch, ganz vorne mitzuspielen. Doch zuletzt ist der SV 04 etwas außer Tritt geraten und wartet seit drei Punktspielen auf einen Sieg. Allerdings zeigte die Celik-Elf vorgestern Abend im Kreispokalwettbewerb, dass sie das Fußballspielen nicht verlernt hat: Den Olper A-Liga-Vierten RW Lennestadt-Grevenbrück bezwang sie klar mit 6:0. 

„Attendorn ist eine kompakte Mannschaft und hat den Kader aus der Landesliga überwiegend zusammengehalten“, sagt Kosta Michailidis über den Gegner und schreibt seinem eigenen Team ins Stammbuch: „Wir müssen die zuletzt gezeigten Leistungen untermauern.“ Allerdings ist der KSC-Coach wieder einmal gezwungen, personell umzubauen. Der gegen Ottfingen bärenstarke Stürmer Romario Lumani fällt aus, der Einsatz von Damiano Intravaia und Leo Becker ist fraglich, und Furkan Demiray und Julian Rempel sind krankheitsbedingt nicht einsatzfähig. 

Weil Özgür Muti verletzungsbedingt mindestens für den Rest des Jahres 2018 ausfällt, gehen den Kierspern die Alternativen aus. Mit großer Moral und dem zuletzt gezeigten giftigen Zweikampfverhalten wollen sie dennoch versuchen, den dritten Sieg in Folge einzufahren.


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