Kiersper SC spielt letzte halbe Stunde wie im Training

Viktor Hense (2. von rechts) bereitete mit seinen Pässen die ersten beiden Tore des Kiersper SC gegen den SV Netphen vor. Foto: Krüger

KIERSPE - Die letzte halbe Stunde hatte nichts, aber auch gar nichts mehr von Wettkampfcharakter. Nach dem Zwischenstand von 6:0 gestaltete Fußball-Bezirksligist Kiersper SC den Rest des Punktspiels gegen den SV Netphen als lockeres Trainingsspielchen. Bei konsequenterer Spielweise wäre auch ein Erfolg in zweistelliger Höhe möglich gewesen, so kam der Gast noch zum 6:1-Ehrentreffer.

Schon beim Abtasten wurde klar: Die Kicker aus dem Johannland hatten auf dem feuchten Kunstrasen am Felderhof – kurz vor Anpfiff gab es noch einen Schauer – Schwierigkeiten, den schneller werdenden Ball richtig einzuschätzen. Das machten sich die Kiersper mit ihrem Pressing zu Nutzen, erzwangen Fehlpässe oder ins Aus gespielte Bälle. Doch der erste Aufreger gehörte den abstiegsbedrohten Netphenern: Eine verunglückte Heimel-Flanke lenkte KSC-Torwart Feist an die Latte des eigenen Gehäuses (15.).

Passgeber Hense hat die freie Auswahl

Das war ein Wachrüttler für den Tabellenzweiten, der zeigte, wie Fußball einfach und effektiv gespielt wird: Fernholz fing einen SVN-Angriff ab, bediente den im Zentrum stehenden Hense, der sich unbedrängt umdrehen konnte und die Wahl hatte zwischen den durchstartenden Stenmans und Thomas. Er entschied sich für Thomas, der den herausstürzenden Gäste-Torwart Schneider zum 1:0 überlupfte (16.).

Nach diesem Startschuss legte die Krahmer-Elf los, über die Flügel machten Stumpf, Thomas oder der offensivfreudige Außenverteidiger Hoffmann viel Druck. Tor Nummer zwei fiel aber wieder nach einem Hense-Pass aus dem Zentrum durch Stumpf (23.). Der Torschütze tat sich dann zweimal als Assist-Geber hervor, erst für Stenmans (44.) und dann für den gerade eingewechselten Eick (57.). Der erste Saisontreffer des von einem Kreuzbandriss genesenen Offensivakteurs löste bei seinen Mitspielern großen Jubel aus.

Hani unterläuft ein Eigentor

Zwischendurch hatte El-Khatib (39. und 47.) auf Seiten der ansonsten meist hilflosen Gäste Gefahr versprüht, doch weit mehr Chancen hatte der KSC. Thomas nutzte noch eine (60.), Hanis Eigentor (62.) und Stings Ehrentreffer (88.) waren die Schlusspunkte.

Axel Krüger

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