Fußball-Bezirksliga

Mehr als die halbe Miete für den KSC

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Rafet Batgün (rechts) bleibt hier Zweikampfsieger gegen Moritz Klass, und am Ende behielt der Kiersper SC auch die Oberhand über den SV Germania Salchendorf. Der Klassenerhalt ist für die Volmestädter jetzt zum Greifen nah. 

Kierspe - Auf den letzten Metern einer verkorksten Saison ist Fußball-Bezirksligist Kiersper drauf und dran, den Super-GAU in Form des Abstiegs in die Kreisliga A abzuwenden. Den Tabellenzweiten SV Germania Salchendorf besiegte die Michailidis-Elf mit 1:0 (0:0), zeitgleich verlor Keller-Kontrahent SW Breckerfeld in Eiserfeld mit 0:4.

Tabellarisch wirkt sich das dahingehend aus, dass der KSC jetzt fünf Punkte Vorsprung auf den vorletzten Platz hat und obendrein die um zwölf Treffer bessere Tordifferenz gegenüber Breckerfeld aufweist. Bei zwei noch ausstehenden Spielen dürfte das für die Volmestädter mehr als die halbe Miete sein. 

Auf die 1:6-Heimniederlage gegen den SC Drolshagen reagierten die Kiersper mit einer betont defensiven Ausrichtung: Im Zentrum einer Fünf-Mann-Abwehr gab Moumin den Libero. Das verschaffte den Gästen zwar Räume im Mittelfeld, nachhaltig zu nutzen wussten sie diese jedoch nicht – auch deshalb, weil Kierspes kompakter Abwehrriegel praktisch nichts zuließ und ebenso konzentriert wie kompromisslos verteidigte. Etwas zu kompromisslos ging in der 23. Minute zwar Rafet Batgün im Zweikampf mit Heinemann zu Werke, doch zum Glück für den KSC entschied Schiri Heinemann in dieser Szene nicht auf Strafstoß. 

Davon abgesehen, waren die disziplinierten und kampfstarken Platzherren schon vor der Pause einem Torerfolg näher, verpassten aber durch Plachta (24.) und Brock (38.) die Führung. Sechs Minuten nach Wiederbeginn schnupperte der Bezirksliga-Drittletzte in Person von Francesco Inchingoli abermals am 1:0, und erst danach wurden Salchendorfs Angriffsbemühungen ganz allmählich energischer. 

Doch mit Paraden gegen Bauer (73.) und Klass (85.) hielt Torwart Brackmann den KSC im Spiel, und unterm Strich wirkte der SV Germania schlichtweg nicht wie eine Mannschaft, die mit aller Entschlossenheit um den Aufsteig kämpft. Mehr Herz bewiesen im Direktvergleich die ums Drinbleiben fightenden Kiersper, die auf der Zielgeraden dann auch belohnt wurden. 

Nachdem sie zuvor die eine oder andere vielversprechende Situation nicht konsequent ausgespielt hatten, führte schließlich eine Standardsituation zum goldenen Tor: Inchingolis Eckball fand den am langen Pfosten heranstürmenden Brock (87.), und diese Führung gab der KSC auch in der mit fünf Minuten sehr großzügig bemessenen Nachspielzeit nicht mehr her. 

KSC: Brackmann – N. Batgün, Wolf, Moumin, Gürsoy, R. Batgün, Plachta, L. Becker, F. Inchingoli (90.+2 Dunkel), Brock, Marvin Janssens (75. D. Carbotta) 
Germania: Lohmann – Bauer, Claudi, Weitz, Gelber, Klass, Houck, Majewski (65. Debus), Rigau Badenas (78. Schäfer), Heinemann (65. Schilk), Völkel Schiedsrichter: Heidenreich (Menden)
Tor: 1:0 (87.) Brock

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