Fußball-Bezirksliga

KSC schielt auf fast sichere Gefilde

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Damiano Intravaia will mit dem KSC im Heimspiel gegen Rüblinghausen nachlegen.

Kreisgebiet - Das Quartett der Fußball-Bezirksligisten aus dem Kreis Lüdenscheid ist am Wochenende mehrheitlich auswärts gefordert. Nur der Kiersper SC hat am Sonntag am Felderhof ein Heimspiel gegen den VfR Rüblinghausen. Für Grünenbaum und RWL geht's in den Nordkreis, für den TuS Plettenberg ins Siegerland.

SuS Niederschelden - TuS Plettenberg (Sonntag, 15 Uhr, Rosengarten): Nach der Hinserie in der Bezirksliga lag der TuS Plettenberg noch sieben Plätze vor dem SuS Niederschelden, mittlerweile hat sich das Verhältnis komplett umgekehrt, rangieren die Siegerländer sechs Positionen vor den Blau-Gelben. Als zweitbestes Team der Rückrunde hinter Spitzenreiter SV Ottfingen hat sich die Mannschaft von Trainer Andreas Wieczorek ein gutes Stück weit aus der Abstiegszone befreit, sammelte allein in diesem Jahr zehn Punkte in vier Spielen – neun mehr als der TuS. 

Eingeleitet wurde die Serie aber schon im Dezember mit einem fulminanten 8:0 gegen den SV Setzen. Die Frage nach dem Favoriten erübrigt sich damit vor dem Vergleich am Sonntag (15 Uhr, Rosengarten). Schon ein Zähler wäre für die Mannschaft von Trainer Kosta Michailidis in der jetzigen Situation ein Erfolg. Dem TuS fehlen am Rosengarten Yasin Danis (Rote Karte in Kierspe), Salih Öztürk (Gelb-Rote Karte gegen Freudenberg), Volkan Öztürk (5. Gelbe Karte, ebenfalls gegen Freudenberg), Krenar Reka (Seminar), Steffen Hegemann (Urlaub), Mrida, Stiber und Kosakowski (alle verletzt). Dazu kommen mehrere Angeschlagene. So gibt es wenig Hoffnung auf Zählbares.

Kiersper SC - VfR Rüblinghausen (Sonntag, 15 Uhr, Felderhof): Nach zwei Siegen gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich hat der Kiersper SC die Chance, seine Erfolgsserie zu vergolden. Ein Erfolg über Aufsteiger VfR Rüblinghausen würde den Bezirksligisten schon fast in sichere Gefilde führen. Aber: Auch der Gegner aus dem Kreis Olpe ist gut drauf, hat seine jüngsten drei Spiele nicht verloren und sich damit auf den neunten Rang vorgearbeitet – damit liegt er einen Platz und einen Punkt vor dem KSC. 

Bei letzterem wiederum ist die Stimmung wieder richtig gut: Beim Training freut sich Trainer Marco Carbotta über 15 bis 17 Spieler. Die Ergänzung der Mannschaft durch die routinierten Andreas Kalman, Jan Thomas und Hasan Demiray bewirkt einerseits eine höhere Spielqualität und beflügelt andererseits die Mitspieler sichtlich. Gegen den VfR soll es die zuletzt praktizierte Taktik richten. „Wir wollen aus unserer Grundordnung von hinten heraus das Spiel druckvoll nach vorne schieben. Dabei müssen wir die Räume gut zustellen“, sagt Carbotta. Allerdings sind Jan Thomas und Giovanni Inchingoli nach wie vor krank, Timo Eick ist weiterhin verletzt, und aus privaten Gründen muss auch Leo Becker morgen passen. Das machte es nicht leichter.

SSV Kalthof - RW Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, SSV-Arena): 1:2 – die offene Rechnung vom 23. September steht noch, und sie wurmt: Damals nämlich unterlag der ambitionierte Fußball-Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid dem bis dato punktlosen Schlusslicht SSV Kalthof am Nattenberg. Am Sonntag bietet sich in Iserlohn-Kalthof  die Chance zur Revanche, und die will Trainer Rost mit seiner Mannschaft unbedingt nutzen. „Das Hinspiel war unsere wohl schwächste Saisonleistung, wir haben in dieser Woche in dieser Hinsicht noch einmal die Sinne der Spieler geschärft. Wir dürfen uns nicht noch einmal von den Kalthofern einlullen lassen, sondern müssen hohe Laufbereitschaft zeigen, den SSV ständig beschäftigen und in Bewegung halten, denn sonst können die Kalthofer uns mit ihrer Routine durchaus in Schwierigkeiten bringen“, erinnert sich Rost an die 90 Minuten vom Nattenberg, in denen RWL bei zwei Standards zwei entscheidende Gegentore durch Routinier Hegemann kassierte. 

Hatem Jindou reist mir RWL in den Nordkreis und will dort eine offene Rechnung begleichen.

Die Situation ist freilich eine andere, die Rot-Weißen sind im Saisonverlauf gereift und wissen sich auf ihre Aufgaben zu fokussieren, wenn auch noch nicht immer über die gesamten 90 Minuten. Das zeigte sich zuletzt auch beim 3:2-Heimsieg am Nattenberg gegen Schwelm. Gegenüber dem Hinspiel aber legt RWL auch personell zu, hat gegenüber dem ersten Duell Leo Mai, Kerim Yilmaz, Marcel Schönrath und vor allem auch den zuletzt ausgesprochen torhungrigen Youngster Raphael Schwarzer als Startelfkandidaten auf dem Platz. Nur auf Angriffsführer Lukas Finke müssen die Rot-Weißen an diesem und am nächsten Sonntag verzichten: Der Sturmtank hat sich in den Skiurlaub verabschiedet. 

SC Hennen - TuS Grünenbaum (Sonntag, 15 Uhr, Naturstadion Hennen): Weiter geht’s im Aufstiegskampf – und trotz der jüngsten Heimniederlage gegen den FSV Gevelsberg hat der TuS Grünenbaum im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga 6 noch nicht kapituliert. „Nicht direkt in Rückstand geraten, sondern anfangs vor allem erst einmal die Null halten“, benennt Trainer Niko Douros einen Wunsch für das Auswärtsspiel beim SC Hennen. 

Dass der TuS alles andere als chancenlos in den Iserlohner Nordwesten reist, liegt auf der Hand, wenn man einen Blick auf die aktuelle Bilanz der Hennener wirft. Deren letzter Sieg datiert nämlich von Ende Oktober – seitdem setzte es bis zum 1:1-Unentschieden beim SV Deilinghofen-Sundwig am vergangenen Sonntag satte acht Niederlagen in Folge. „Trotzdem denke ich, dass in der Hennener Mannschaft immer noch viel Qualität steckt“, warnt Niko Douros seine Schützlinge vor dem Tabellenneunten, der sich vor Beginn seiner Negativserie noch zum Verfolgerfeld zählen durfte. Christopher Hamel, Elia König (beide 5. Gelbe Karte) und Felix Höngen (krank) fallen beim Gast aus. Wieder dabei ist nach verbüßter Gelb-Sperre Kevin Klahr. 

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