SCL: Ein wichtiger Sieg für Moral und Tabelle

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Kämpferisch war Spielertrainer Michael Dolezych (rechts) und den SC-Kickern nichts vorzuwerfen. Spielerisch lag indes einiges im Argen, was aber durch eine gnadenlose Effizienz vor dem Tor mehr als wett gemacht wurde.

Lüdenscheid - Dieser Sieg tat richtig gut. Nach dem 3:1 gegen den VfL Klafeld-Geisweid steht der SC Lüdenscheid als Vorletzter zwar weiter auf einem Abstiegsplatz, hat das rettende Ufer bei nur einem Zähler Rückstand aber wieder ganz dicht vor Augen.

Von Marc Kusche

„In unserer Situation zählen momentan nur die Ergebnisse. Es war sicherlich nicht schön anzusehen, doch das ist mir diesmal egal. Hauptsache ist, dass die Punkte hier am Wehberg geblieben sind“, resümierte „Liniencoach“ Jörg Schreyer.

Was ihm indes überhaupt nicht gefiel, war die Art und Weise, wie die Mannschaft nach vorne spielte. „Wir haben uns nahtlos dem Gegner angepasst, der sehr viel mit langen Bällen operiert hat. Es war uns zwar bewusst, dass durch die Ausfälle der Schwenck-Brüder von den Außenbahnen nicht so viel kommen würde, doch auch aus dem Zentrum heraus fehlten kreative Impulse. Letztlich muss man sich eingestehen, dass das in der Vorwärtsbewegung überwiegend nichts war.“

Dafür stand die Defensive weitestgehend sicher, woran ein ungemein zweikampfstarker und mit einem guten Aufbaupass aufwartender Winterpausen-Neuzugang Birol Yilmaz einen großen Anteil hat. „Ganz stark“, lobte auch Schreyer den 34-jährigen Allrounder. Und letztlich zeichnete den SC am Sonntag das aus, was Gästetrainer Klaus Schmidt bei seinem Team bemängelte: gnadenlose Effizienz. Denn alle drei Schüsse der Bergstädter, die VfL-Keeper Böcher auf seinen Kasten bekam, musste dieser passieren lassen. Sah er bei Christian Ders Flachschuss ganz „alt“ aus, so war er beim Freistoß von Justin Lüthy und dem eleganten Lupfer von Artur Krämer chancenlos.

Krämer krönt Comeback mit Tor in der Nachspielzeit

Apropos Krämer: Der 26-jährige Flügelflitzer hatte nach langer Verletzungspause unter der Woche erstmals wieder trainiert, sorgte in seinem knapp 30-minütigen Kurzeinsatz gleich für viel Betrieb und krönte sein Comeback schließlich in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 3:1-Endstand.

Damit empfahl er sich ausdrücklich für einen Platz in der Startelf, wenn es für die SC-Kicker am Ostermontag zur „Mannschaft der Stunde“, den VSV Wenden geht. Nicht nur eine sportlich hohe Hürde, sondern auch ein Gegner, auf den der SC nicht gut zu sprechen ist. Schon in der Hinrunde hatten die Wendener eine Bitte auf Vorverlegung des SC abgeschlagen, gleiches ist jetzt erneut passiert. So geht es nicht nur hoch motiviert, sondern auch mit einer gewissen Portion Wut nach Schönau. Fehlen wird dann „Rotsünder“ Alexander Goldbach, für den Benjamin Brongkoll das Tor hüten wird. „Benny ist im Training immer sehr eifrig dabei, hat sich den Einsatz verdient“, genießt er Schreyers volles Vertrauen.

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