Niko Lagoudakis als neuer Hoffnungsträger

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Gemeinsam mit Kapitän Baris Moumin in der Verantwortung als Hellas-Trainer: Niko Lagoudakis.

Lüdenscheid - Aus der erhofften „Duftmarke“ im letzten Spiel vor der Winterpause wurde für Fußball-Bezirksligist SV Hellas Lüdenscheid nichts. Mit 1:3 zogen die Bergstädter im Kreisderby gegen die FSV Werdohl II den Kürzeren – ein Ergebnis, das dem Spielverlauf nach auch völlig in Ordnung ging. Und dennoch war es im Gesamtkontext ein erheblicher Rückschlag, beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer doch nun schon erkleckliche elf Zähler. Um diesen aufzuholen, bleiben ab Februar noch 16 Begegnungen – eine hammerharte Aufgabe.

Überraschendes aus Hellas-Sicht gab es am Sonntag insbesondere am Spielfeldrand, wo nicht etwas Vorsitzender Filippos Parlakoglou das Coaching übernommen hatte, sondern ein alter Bekannter: Niko Lagoudakis. Der Sohn des langjährigen Ex-Hellas-Vorsitzenden Emmanouil Lagoudakis war bis vor drei Wochen als Cotrainer beim Ligarivalen RSV Meinerzhagen tätig, wollte dann eigentlich als Torwarttrainer beim Olper A-Ligisten SC Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen unter Chefcoach Jörg Rokitte anheuern. Ein Club, bei dem Lagoudakis ohnehin die B-Juniorinnen trainiert. Doch nach einem zufälligen Gespräch mit Hellas- Vorstandsmitglied Stelianos Palestidis, Weggefährte aus gemeinsamen aktiven Zeiten bei den Hellenen, folgte der Meimungsumschwung. „Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte irgendwie zu helfen. Und Hellas ist für mich nach wie vor eine Herzensangelegenheit“, musste der 47-Jährige nicht lange überlegen. Gemeinsam mit Kapitän Baris Moumin zeichnet Lagoudakis jetzt für die Trainingsarbeit und Aufstellung der Mannschaft zuständig, übernimmt bei den Spielen zudem das Coachen von der Seitenlinie. Ausgelegt ist die Zusammenarbeit vorerst bis zum Saisonende.

Erster Ansatz: die Trainingsbeteiligung

Und die ersten Erfahrungen von Lagoudakis vom Sonntag fielen zweigeteilt aus: „Keine Frage, vom Engagement war das völlig in Ordnung. Ob die Qualität des aktuellen Kaders indes ausreicht, ist eher zweifelhaft. Mit dem 1:3 waren wir letztlich ja auch gut bedient, denn Vlassakidis hat wirklich super gehalten, uns lange im Spiel gehalten.“

Erster Ansatz von Lagoudakis ist – wen wundert’s –, die Trainingsbeteiligung und -intensität zu steigern, woran schon einige zuvor gescheitert sind. Und auch der zweite Wunsch (Verstärkungen) dürfte sich angesichts leerer Kasse nur schwerlich realisren lassen.

Marc Kusche

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