Abstiegskampf künftig ohne die Morinas und Helshani

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Solidarisch mit Bruder Astrit verlassen auch Petrit Morina (links, im Duell mit Hilchenbachs Kerim Ali Sahli) und Cousin Gzime Helshani den SV Hellas.

LÜDENSCHEID - Es hatte eine weitere disziplinarische Maßnahme von Trainer Ali Akhabach werden sollen, eine temporäre Suspendierung von Offensivspieler Astrit Morina. Doch der Versuch, endlich Ruhe ins Aufgebot des stark abstiegsgefährdeten Fußball-Bezirksligisten SV Hellas Lüdenscheid zu bekommen, mündete in einem kleinen „Erdbeben".

Bruder Petrit Morina und Cousin Gzime Helshani erklärten sich mit Astrit solidarisch und das Trio erklärte seine sofortige Trennung von den Hellenen.

„Sportlich natürlich ein nicht zu kompensierender Verlust“, weiß Neu-Trainer Ali Akhabach um die zusätzliche Erschwernis seiner Aufgabe, den Griechen vielleicht doch noch die achte Liga zu erhalten. „Ich bin als Fußballer, Familienvater und Trainer immer Realist gewesen und kann deshalb sagen, es wäre ein richtiges Wunder, wenn wir die Klasse noch erhalten. Aber natürlich geben wir nicht auf, sondern versuchen alles, um uns achtbar aus der Affäre zu ziehen“, blickt der Coach vor dem Duell am Sonntagnachmittag gegen das Spitzenteam von Germania Salchendorf (15 Uhr, Honsel) in die Zukunft. Und dass die eventuell auch in einem Neuanfang in der kommenden Spielzeit in der Kreisliga enden kann, ist Akhabach auch bewusst, denn er weiß auch um die Gefahr, dass sich der eine oder andere ehrgeizige Spieler in der Winterpause umorientiert, „weil er vielleicht um einen Titel mitspielen möchte.“

Wie dem auch sei, aktuell heißt es für Hellas, sich mit wenig personellen Alternativen auf den Abstiegskampf in Liga acht einzustellen und seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. „Die Mannschaft stellt sich praktisch von selbst auf“, blickt Akhabach auf die Abgänge und den gelb-rot gesperrten Vincenzo Minacapilli, denen als „Zugänge“ lediglich der lange verletzte Kapitän Piero Rizzi sowie nach Ablauf seiner Gelb-Rot-Sperre „Allrounder“ Burim Aliu gegenüberstehen, zu denen sich möglicherweise trotz Trainingsrückstands noch der zuletzt verhinderte Panagiotis Papatzalakis gesellen könnte.

Nicht unbedingt die Voraussetzungen, die zu Optimismus im Duell mit dem Aufstiegskandidaten aus Salchendorf mit seiner gewachsenen Mannschaft Anlass geben. „Ein Punkt wäre eine Sensation“, sagt Akhabach.

Jörg Hellwig

Hellas: Meyer, Martyniok – Aliu, Kordelidis, Liakopoulos, Vassos, Geladaris, Vasiliadis, Krasniq, Moumin, Rizzi Moschopoulos, Kafetzis, Papatzalakis (?)

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