Fußball-Bezirksliga 6

RWL gegen die "Schießbude" der Liga

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Der TuS Grünenbaum erwartet am Sonntag den SC Berchum/Garenfeld auf dem Kreisch-Kunstrasen.

Halver/Lüdenscheid - In der Fußball-Bezirksliga 6 haben RW Lüdenscheid und der TuS Grünenbaum am Sonntagnachmittag Heimspiele vor der Brust. Die einen als Favorit, die anderen als Außenseiter...

Rot-Weiß Lüdenscheid – SV Deilinghofen-Sundwig (Sonntag, 15 Uhr, Nattenberg): Das Topspiel in einer Woche beim Liga-Souverän SpVg Hagen 11 bereits im Hinterkopf, den SV Deilinghofen-Sundwig vor der Brust: Mit einem Sieg gegen den Fusionsclub aus Hemer wollen sich die Lüdenscheider Rot-Weißen am Sonntag (15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) für das Gipfeltreffen warmschießen. 

Und ein wenig schwingt auch die Hoffnung mit, dass die „11er“ in ihrem morgigen Auswärtsspiel bei BW Voerde erstmals Federn lassen. Doch zunächst einmal gilt alle Konzentration der eigenen Aufgabe gegen den Vorjahres-Neunten. Der hat mit Salvatore Militano zwar seinen Toptorjäger an den Ligarivalen SC Hennen verloren, doch die Probleme bei der Mannschaft von Trainer Andrea Mazzeo liegen bis dato woanders, nämlich im hinteren Bereich. Zehn Spiele, 39 Gegentore, also im Schnitt knapp vier pro Partie – der SVD ist aktuell die „Schießbude der Liga“. 

Andererseits haben die Hemeraner just am Vorsonntag ein dickes Ausrufezeichen gesetzt, denn nach einem 1:4-Pausenrückstand beim Rangdritten SC Berchum/Garenfeld gelang ein bemerkenswertes Comeback, das noch in einem 6:5-Erfolg mündete. Ungelegen kam RWL-Trainer Martin Rost dieses Resultat nicht, „denn es sollte bei meinen Spielern die Sinne schärfen, dass die Moral bei diesem Gegner intakt ist, er auch nach einem hohen Rückstand nicht aufsteckt“, warnt er vor jeglichem Unterschätzen des Rangelften. 

Der kassierte übrigens am Donnerstag wieder einen Rückschlag, schied im Iserlohner Kreispokal duch ein 2:7 beim A-Ligisten Eintracht Ergste sang- und klanglos aus. Allerdings hatte Mazzeo auch nur eine verstärkte Reserve auflaufen lassen. „In erster Linie wollen wir aber auf uns schauen. Spielerisch ging es zuletzt voran, nur die Effizienz vor dem Tor lässt noch zu wünschen übrig. Legen wir da zu, bin ich auch aufgrund eines gut gefüllten Kaders sehr zuversichtlich“, hat Rost mit Keeper Brackmann (Urlaub), der beim 2:2 in Voerde von Youngster Reischel aber sehr gut vertreten wurde, Neuke (Muskelverletzung) und Schwenck (Eingriff am Fuß) lediglich drei definitive Ausfälle zu beklagen.

TuS Grünenbaum - SC Berchum/Garenfeld (Sonntag, 15 Uhr, Kreisch):  Nein, vom Glück ist der TuS Grünenbaum in der fünften Bezirksliga-Saison seiner Vereinsgeschichte nicht verfolgt. „Wir knapsen eigentlich seit dem zweiten Spieltag“, stellt Trainer Uwe Hartmann mit Blick auf die Personalsituation fest, die auch vor dem Heimspiel gegen den SC Berchum/Garenfeld unverändert angespannt ist. 

Im Vergleich zum vergangenen Sonntag kehrt zwar Kevin Klahr ins Aufgebot des Aufsteigers zurück, doch im Gegenzug brechen nun zwei andere Korsettstangen weg. So ist für Felix Höngen, bei dem ein Muskelbündelriss diagnostiziert wurde, das Fußballjahr 2018 vorzeitig gelaufen, während Routinier Viktor Hense morgen die nach der fünften Gelben Karte obligatorische Sperre absitzen muss. 

„Wir haben viele Baustellen“, sagt Hartmann, „aber damit zu hadern, bringt ja auch nichts: Da müssen wir durch!“ Aller dauerhafter „Baustellen“ zum Trotz hätte der TuS vor Wochenfrist beinahe erneut gepunktet, gab in den letzten vier Minuten der Partie in Kalthof aber in Überzahl eine 3:2-Führung aus der Hand und stand am Ende als 3:4-Verlierer mit gänzlich leeren Händen da. 

„Zumindest einen Punkt hätten wir mitnehmen müssen“, ärgert sich Uwe Hartmann noch in der Rückschau. Neues Spiel, neues Glück, heißt es nun am Sonntag. Mit dem ambitionierten SC Berchum/Garenfeld stellt sich eine spielstarke Mannschaft in Halvers Norden vor, die momentan den dritten Tabellenplatz belegt. Ob es gut oder schlecht für die Grünenbaumer ist, dass der Gast einiges wiedergutzumachen hat, bleibt dabei abzuwarten. 

Der SC ließ sich zuletzt gegen den SV Deilinghofen-Sundwig einen komfortablen Drei-Tore-Vorsprung abjagen und unterlag schließlich mit 5:6. Konsequenz daraus: In Zugzwang ist morgen nicht nur der TuS Grünenbaum. Der Spielstärke der Berchumer will der Liga-Neuling vom Kreisch „eine etwas defensivere Ausrichtung“ entgegensetzen, wie Trainer Hartmann durchblicken lässt. Als Vorbild soll dabei das Duell mit Tabellenführer Hagen 11 dienen, in dem sich der TuS trotz einer 2:5-Niederlage mit einem Rumpfteam sehr achtbar schlug.

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