Chancen-Verschwendung ohne Folgen für Rot-Weiß

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Goalgetter Semir Tuz (rechts, hier im Zweikampf mit dem Ex-Rot-Weißen Andreas Ketzenberg) blieb am Sonntagnachmittag zwar ein Torerfolg versagt – RWL gewann das Derby gegen die FSV Werdohl II aber trotzdem.

Lüdenscheid -  Keine Nachbarschaftshilfe im Kreisderby der Fußball-Bezirksliga: RW Lüdenscheid besiegte am Sonntagnachmittag am Nattenberg die FSV Werdohl II verdient 2:0 (1:0) und feierte damit den vierten Sieg in Folge. Die Lennetaler dagegen müssen weiter um den Klassenerhalt bangen.

Von Thomas Machatzke

Das Chancenplus für die Gastgeber war ein deutlich satteres als es das Ergebnis Glauben machen wollte. Allerdings zeigten sich die Rot-Weißen auch wieder in vor allem einer Kategorie meisterlich – im Auslassen bester Möglichkeiten. Ewald Platt machte in dieser Hinsicht nach neun Minuten den Anfang. Seinen Kopfball aus kürzester Distanz parierte Thomas Sekulla mit einem sensationellen Reflex. Sekulla wiederholte diese Art von Glanztat sieben Minuten später nochmals gegen Hatem Jindou (16.) – auch Jindou hatte aus kürzester Distanz freie Bahn, Sekullas Reflex aber verhinderte ein Tor.

Da stand es allerdings bereits 1:0. Urbas hatte einen Eckball an die Strafraumgrenze auf Sattler zurückgelegt, dessen satter Schuss war zur Führung eingeschlagen (13.). Für die Werdohler war es ein ärgerlicher Gegentreffer – einen Spieler so sträflich im Nahbereich zu vergessen, war ein Akt von Fahrlässigkeit. Ein Tuz-Kopfball hätte das 2:0 bedeuten können (18.), strich aber am FSV-Tor vorbei. So hätte es gar mit einem 1:1 in die Pause gehen können – Redouane El Alami ließ sich aber vom starken Brackmann den Ball auf Höhe des Elfmeterpunktes vom Fuß nehmen (25.).

Die Partie an sich war eine intensive, die die Rot-Weißen nicht so extrem deutlich besser sah. Allerdings waren es nur die Gastgeber, denen es gelang, überhaupt Chancen zu kreieren. Das blieb auch nach der Pause so. Katsaros (50.), Tuz und Scheerer (59.), Jindou (60.), nochmals Tuz (63.) und nochmals Scheerer (79.) ließen ein halbes Dutzend sehr guter Möglichkeiten ungenutzt, was nicht nur am guten Sekulla, sondern auch an fehlender Präzision im Abschluss lag.

Sommer macht mit 2:0 alles klar

Auf der Gegenseite hatte Hoffrogge per Kopf nach einer Ecke die einzige FSV-Möglichkeit zum 1:1 vergeben (57.). Aber ein 1:0 birgt natürlich immer die Gefahr, doch noch um den Lohn der Mühen gebracht zu werden. Davon lebte diese Partie – bis in die 85. Minute hinein. Dann erkämpfte sich Matthias Urbas am Rande des Fünf-Meter-Raumes der FSV einen eigentlich bereits verlorenen Ball von Giuseppe Cottitto zurück und legte auf Timo Sommer quer – Sommer traf, und das war immerhin dergestalt ungerecht, weil sich dieses Tor vielmehr Urbas verdient hatte. Sei’s drum: Die Partie war entschieden, den Rot-Weißen war es recht.

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