SCL gegen Freudenberg in der Offenisve zu harmlos

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Dennis Krieger (li.) ersetzte in der ersten Halbzeit Marvin Schreyer (Oberschenkel-Verletzung). In Hälfte zwei machte er Druck über die linke Seite, kreierte aber keine Großchancen.

Lüdenscheid - Sieben Punkte beträgt der Vorsprung von Fußball-Bezirksliga-Aufsteiger SC Lüdenscheid auf den ersten Abstiegsplatz. Dieser Abstand ist für Trainer Mike Wohlpart deutlich zu wenig, um sich beruhigt zurückzulehnen – vor allem angesichts der Leistung seiner Elf am Sonntag gegen Fortuna Freudenberg. „Machen wir weiter so, rutschen wir noch ganz tief unten rein“, warnte er.

Von Axel Krüger

Das 1:4 (1:2) auf eigenem Platz war für Wohlpart ein deutlicher Rückschlag. Mit dieser Einstellung – oder anders gesagt: mit diesem Mangel am notwendigen Siegeswillen – werde es auch am nächsten Sonntag im Derby beim Stadtrivalen Hellas Lüdenscheid ganz schwer, zu punkten, sagte der Trainer voraus.

Vor den Augen einer Abordnung des spielfreien Liga- und Stadt-Konkurrenten Rot-Weiß zeigten die SC-Kicker ein wenig ideenreiches und nicht gut aufeinander abgestimmtes Offensivspiel. Der „tödliche Pass“ in die Nahtstelle der Fortuna-Abwehr klappte nur zweimal – beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Pascal Kürschner und einmal, als Christian Gawron steil geschickt wurde. Gawron legte quer, statt selbst den Abschluss zu suchen – am Sonntag ein weiteres Problem der SCL-Offensive. Wenn es nämlich über die Flügel ging, kamen die potenziellen Abnehmer meistens zu spät oder waren gar nicht erst mitgelaufen. Außerdem wurde offensichtlich, dass Stürmer Patrick Lange nicht über die „Knipser“-Qualitäten zum Beispiel eines Timo Maehne verfügt. Das wurde besonders deutlich, als Lange freistehend an Freudenbergs Schlussmann Sascha Dapprich scheiterte (70.).

„Freudenberg war keine Über-Mannschaft“, meinte Wohlpart angesichts der klaren Niederlage gegen die Siegerländer, die in der Anfangsphase unsicher waren und erst mit der Führung im Rücken souveräner wurden. Gegen Hellas sollen Kolodziej und Siegesmund wieder dabei sein – und hoffentlich auch eine andere Einstellung.

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