Fußball: Bezirksligastaffel 5

TuS Plettenberg: Halbe Mannschaft fällt aus

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Wieder fit: KSC-Kapitän Manuel Wolf hat sich für das Spiel in Freudenberg einsatzbereit gemeldet.

Kreisgebiet - Spannende Aufgaben erwarten die Fußball-Bezirksligisten in der Staffel 5: Der Kiersper SC bekommt es mit "Angstgegner" Fortuna Freudenberg zu tun. Der TuS Plettenberg hingegen möchte gegen den TSV Weißtal seine Weste zuhause weiß halten. 

Zum letzten Spiel des Jahres tritt Fußball-Bezirksligist Kiersper SC am Samstag ab 15 Uhr beim SV Fortuna Freudenberg an, dem am vergangenen Sonntag mit dem 4:1-Sieg beim SV Setzen ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelang. Die „Flecker“ sind eher ein Angstgegner für den KSC, denn die vergangenen vier Duelle mit der Fortuna gingen teilweise recht deutlich verloren – so auch das Hinspiel im August mit 1:4. 

Die beiden Mannschaften liegen nur drei Zähler auseinander, die Kiersper könnten also mit einem Sieg nach Punkten gleichziehen und im Erfolgsfall einigermaßen beruhigt Weihnachten feiern. Schimmstenfalls ist aber auch das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz möglich. Heißt: Der KSC muss sich nach fünf sieglosen Partien auf die Hinterbeine setzen. 

„Wir werden in Freudenberg alles versuchen, die schlechte Serie zu durchbrechen. Die Fortuna operiert gerne mit langen Bällen in die Schnittstellen, und da wollen wir defensiv gut stehen“, gibt der neue Trainer Marco Carbotta vor seinem Auswärtsdebüt preis, „wir werden auf Konter setzen.“ Dabei muss die Defensive der Gäste insbesondere Fortuna-Torjäger Timo Molsberger im Auge haben, der immerhin schon elf Treffer erzielt hat. 

Die Kiersper Mannschaft stellt sich am Sonntag quasi von selbst auf: Die verfügbaren elf Feldspieler und zwei Torhüter werden möglicherweise noch durch Akteure der 2. Mannschaft ergänzt, die schon um 13 Uhr in Lüdenscheid im Einsatz ist. Immerhin hat sich der am vergangenen Sonntag verletzt ausgeschiedene Kapitän Manuel Wolf wieder einsatzbereit gemeldet, und auch das Mitwirken von Timo Eick und Michele Solla dürfte sich positiv auswirken. 

Schmerzlich fehlen wird allerdings Damiano Intravaia, der aus beruflichen Gründen passen muss. Das ändert freilich nichts daran, dass die Kiersper nach dem missglückten Einstand der neuen sportlichen Führung um Marco Carbotta, Co-Trainer Jan Thomas und den Sportlichen Leiter Uwe Hartmann wieder unbedingt punkten wollen.

Ohne Heimniederlage in die Winterpause

Den Nimbus der Unbesiegbarkeit auf eigenem Platz will der TuS Plettenberg auch im letzten Spiel vor der Winterpause wahren. „Wir wollen im Lennestadion ungeschlagen bleiben“, haben sich Trainer Stephan Suerbier und sein Team für die Begegnung mit dem TSV Weißtal (Sonntag, 15 Uhr) vorgenommen. Kein Vorhaben ohne Risiko, denn die Siegerländer zählen als Sechster noch zum Kreis der Titelaspiranten und stellen mit 44 erzielten Treffern den zweitbesten Angriff der Liga. 

„Weißtal ist stärker geworden. So einfach wie im Hinspiel wird es sicherlich nicht“, blickt Suerbier auf den 3:1-Sieg des TuS im August zurück, als hoch aufgerückte Gastgeber den Plettenbergern in die Karten spielten. Mit langen Bällen kamen die Blau-Gelben seinerzeit am Henneberg zum Erfolg. Die Torschützen vom 19. August sind am Sonntag allerdings nicht dabei. Fadi Mrida, damals doppelt erfolgreich, fällt verletzt weiterhin aus, Niklas Linke, der damals einen Freistoß verwandelte, lag die ganze Woche flach. 

Das sind aber nicht die einzigen Ausfälle, welche die Plettenberger kompensieren müssen. Yasin Danis hat sich beim Lauftraining gezerrt, Steve Lang zog sich in Drolshagen eine Zerrung zu, wo sich auch Ufuk Al verletzte. „Er hat ein dickes Sprunggelenk“, muss Suerbier auf seinen Innenverteidiger verzichten. Gerade im Defensivbereich herrscht Handlungsbedarf, weil auch Patrick Lang erst im März wieder dabei sein wird. Er geht im Winter wieder seinem Job als Skilehrer nach. 

Schon seit Wochen ist Außenstürmer Volkan Karadag nicht mehr im Kader. Das ändert sich auch morgen nicht. „Danach müssen wir mal sehen“, sagt Suerbier, und weiter: „Wir müssen die Ausfälle wegstecken. Wir sind stark genug, aber der Kader ist nicht so groß, dass wir jemanden an die Zweite abgeben können.“ 

Verteidigt hat der TuS bei den 0:1-Niederlagen bei den Spitzenteams in Attendorn und Drolshagen ordentlich – das Manko liegt zurzeit im Angriff, wo Schlotmann zu oft auf sich allein gestellt ist, weil ihm die Vorlagengeber fehlen. Und unter solchen Umständen ist dann ein einziger Fehler wie zuletzt in Drolshagen doppelt bitter. Dort war der linke Pfosten beim entscheidenden Kopfball nach einer Ecke nicht mehr besetzt, weil der Spieler seine Position verlassen hatte. Suerbier: „Das sind Fehler, die machst du, wenn die Erfahrung fehlt“

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