TuS Langenholthausen gastiert beim Heim-Primus

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Während in der Landesliga 2, der Bezirksliga 5 sowie den Fußballkreisen Lüdenscheid, Olpe und Siegen an diesem Wochenende nicht gespielt wird, soll Frederik Wördemann (links) mit dem TuS Langenholthausen zum Jahresabschluss beim BC Eslohe antreten.

LANGENHOLTHAUSEN -  „Also bei uns zu Hause könnten wir heute jedenfalls nicht spielen“, sagt Mario Droste, aber erstens soll es bis Sonntag wieder wärmer werden und zweitens soll das letzte Pflichtspiel des TuS Langenholthausen in diesem Jahr am Sonntag beim BC Eslohe (Fun- und Sportpark Eslohe/Anstoß 14.30 Uhr) stattfinden. Und dem Hochsauerland hat das Orkantief „Xaver“ offensichtlich bei weitem nicht so viel Schnee gebracht wie dem Siegerland, dem Märkischen Kreis oder dem Oberbergischen.

„In Schmallenberg liegen gerade einmal fünf Zentimeter Schnee“, sagte am Freitagmittag Staffelleiter Dirk Potthöfer, nachdem er sich selbst vor Ort ein Bild vom Zustand des Platzes gemacht hat. Und auch für Eslohe, das er am noch Nachmittag besuchte, erwartete der Fußball-Funktionär keinen wesentlich anderen Schnee-Zustandsbericht. Dementsprechend stand für ihn am Mittag bereits fest, dass es für seine Liga keine Generalabsage geben werde. Eine Entscheidung, die auch vor der Tatsache zu sehen ist, dass es sich bei der Bezirksliga 4 um eine 17er-Staffel handelt, die im neuen Jahr bereits am 16. Februar wieder regulär spielen soll. „Wenn ich eine 16er-Liga hätte, würde ich mich mit einer Absage leichter tun“, meint Potthöfer. Der vergangene Winter mit seinen zahlreichen Spielausfällen und dem folgenden Wochenspieltags-Marathon hat seine Spuren hinterlassen.

„Wir gehen davon aus, dass wir am Sonntag spielen“, sagt Mario Droste. Was soll er auch anderes machen. Der Stachel der 1:5-Schmach vor 14 Tagen beim bis dahin noch sieglosen Schlusslicht TuS Medebach sitzt beim Trainer des TuS Langenholthausen – verständlicherweise – immer noch tief. Vor Wochenfrist hatte er noch selbstbewusst einen Sieg von seinem Team in einem Duell verlangt, das man eigentlich auch gewinnen muss, will man in der Bezirksliga nicht wieder in die Rolle der „Einjahresfliege“ schlüpfen. Nach der Negativ-Erfahrung in Medebach untersagt sich der Spielertrainer nun aber eine Zielsetzung für das Gastspiel beim Mitaufsteiger. Nur so viel: „Man muss sich doch nur die Ergebnisse vom letzten Wochenende an sehen und einen Blick auf die Tabelle werfen“, sagt der 40-Jährige.

Während der TuS Langenholthausen mit dem 1:5-Debakel ebenso ungewollte wie effektive Aufbauhilfe für den Namensvetter in Medebach geleistet hat, siegte die Elf von Carsten Krämer 2:1 beim Spitzenreiter VfL Bad Berleburg und bleibt damit Tabellendritter. In der Heimbilanz findet sich Eslohe auf Rang eins, während Langenholthausen das zweitschwächste Auswärtsteam der Liga ist. „Ich gehe realistisch in das Spiel“, meint Droste nur, „in der Hoffnung, dass im Fußball ja alles möglich ist.“ Wenigstens müssen die Gäste personell keine Ausfälle beklagen. Aber auch in Bestbesetzung wird die Aufgabe enorm schwierig, selbst wenn sich die Teams in den vergangenen Jahren in den regelmäßigen Testspielen gegeneinander stets auf Augenhöhe begegnet sind.

von Stefan Herholz

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