Zwei Stimmungskiller für die Wehberg-Kicker

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Volle Deckung: Trotz einer 1:0-Führung musste sich der SC Lüdenscheid im Kreisderby beim RSV Meinerzhagen noch mit 2:3 geschlagen geben, sodass der Aufsteiger der Abstigeszone wieder bedrohlich nahe kommt.

LÜDENSCHEID - Dass die Stimmung beim Aufsteiger SC Lüdenscheid am Sonntag im Keller war, hatte natürlich auch mit der 2:3-Niederlage beim RSV Meinerzhagen zu tun. Denn nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen in 2014 ist das einst komfortbale Polster auf den ersten Abstiegsrang auf vier Zähler zusammengeschrumpft.

Von Marc Kusche

Schwerer wogen vorgestern indes die Vorfälle um Özkan Muti und Timo Maehne, die ab sofort beim Wehberg-Club keine Rolle mehr spielen. „So etwas geht überhaupt nicht, Sie haben nicht unbedingt mich, sondern in erster Linie ihre Mannschaftskameraden im Stich gelassen. Wir haben ansonsten eine Supergemeinschaft, das lasse ich mir nicht kaputt machen“, fand Trainer Mike Wohlpart auch bei den weiteren Spielern und dem Vorstand große Unterstützung, auf dieses Duo fortan zu verzichten, wobei Muti allerdings Wert darauf legt, dass er von sich aus die Entscheidung getroffen habe, nicht mehr für den SC zu spielen.

Ins Rollen kam der Stein, nachdem der Coach in der Kabine die Anfangself bekanntgegeben hatte. „Ich bin daraufhin gegangen, um einen Kaffee zu trinken, habe dann von Spielern gehört, dass Özkan sich erst gar nicht mehr umgezogen hat und wieder gefahren ist. Timo hingegen hat begonnen, sich warm zu machen, ist dann aber nach rund zehn Minuten wieder gegangen, ebenfalls ohne mir Bescheid zu sagen“, schilderte Wohlpart seine Sicht der Dinge.

Neues Ungemach bei Mo El Alami?

Freimütig gab er zwar zu, dass er beiden nicht erklärt habe, warum sie nicht von Beginn an spielen sollten („Ich muss das nicht immer sofort begründen“), nahm aber gestern auf Anfrage Stellung dazu. „Özkan war in meinen Augen zuletzt nicht gut drauf, Timo hat noch immer Trainingsrückstand, auch wenn er in der letzten Woche zwei Einheiten absolviert hat. Von daher hatte ich vorgesehen, sie je nach Spielverlauf und Spielstand von der Bank zu bringen. Ich habe eine Verantwortung gegenüber den Spielern die fit sind und regelmäßig trainieren, stelle nicht nach Namen auf. Und das bleibt auch so.“

Pikanterie am Rande: In Halbzeit zwei als Zaungast am Honsel beim Spiel des SV Hellas Lüdenscheid gegen den VfL Klafeld-Geisweid gab Timo Maehne zum besten, dass er überhaupt nicht in Meinerzhagen gewesen sei, weil ihm nach dem Abschlusstraining keiner Bescheid gesagt habe, dass er zum Kader für das Meinerzhagen-Spiel gehöre...

Ungemach deutet sich zudem mit einem weiteren arrivierten Spieler an, denn auch bei Mo El Alami, zuletzt von Verletzungen gebeutelt, hat sich wohl Unzufriedenheit breit gemacht. Für den Montagabend war ein klärendes Gespräch mit ihm geplant, sollte er am Sonntag doch eigentlich in einem Freundschaftsspiel der Reserve in Plettenberg auflaufen, tat dies laut Wohlpart wegen Ohrenschmerzen aber nicht.

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