Fußball-Bezirksliga

Nur der TuS Plettenberg und Neuenrade zum Jahresausklang im Einsatz

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Der TuS Neuenrade reist zum Aufsteigerduell nach Voßwinkel.

Kreisgebiet - Der Kiersper SC regulär spielfrei, RW Lüdenscheids Heimspiel gegen Kalthof abgesagt (wir berichteten): Am Sonntagnachmittag sind aus dem Bezirksliga-Quartett aus dem Fußballkreis Lüdenscheid nur der TuS Neuenrade und TuS Plettenberg im Einsatz.

TuS Plettenberg - SpVgg Neunkirchen (Sonntag, 15 Uhr, Lennestadion): Am 20. Oktober holte der TuS Plettenberg mit dem 1:1 gegen den FC Altenhof seinen ersten Punkt in dieser Saison. Seitdem haben die Blau-Gelben kein Heimspiel mehr bestritten, traten fünfmal in Folge auswärts an. Dabei gab es einen Sieg beim SC LWL 05 und vier Niederlagen. 

Im letzten Spiel vor der Winterpause kann der TuS am Sonntag (15 Uhr) endlich wieder im Lennestadion auflaufen. Gegner ist der Rangzwölfte SpVgg Neunkirchen. Das Hinspiel verloren die Plettenberger nach dramatischem Verlauf und zwischenzeitlicher 2:1-Führung in der Nachspielzeit mit 3:4. Dieser Sieg blieb für den Aufsteiger aus dem tiefsten Siegerland für längere Zeit der einzige Erfolg. Erst am 3. November folgte mit dem 4:2 gegen den 1. FC Türk Geisweid der zweite „Dreier“, den dritten gab es zwei Wochen später mit dem 2:1 gegen Altenhof. 

Helmes: "Wir werden alles reinschmeißen"

Auswärts ist die SpVgg noch sieglos, holte nur zwei Punkte. Und diesen Umstand wollen sich die Plettenberger morgen zunutze machen. „Wir werden noch mal alles reinschmeißen, das verspreche ich. Es wäre schön, wenn wir zumindest nicht verlieren und mit einem kleinen Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen könnten“, wünscht sich TuS-Trainer Uwe Helmes, der eine Woche nach dem 1:5 beim Kiersper SC einen personell deutlich besser besetzten Kader zur Verfügung hat. 

Am Felderhof saßen nur die beiden A-Junioren Saparidis und Gencoglu sowie Stahlmann auf der Bank. Volkan Karadag (nach abgelaufener Sperre) und der in Kierspe fehlende Mo Riabi sind wieder dabei, allein Fadi Mrida fällt noch verletzt aus. „Neunkirchen ist ein guter Aufsteiger, eine Mannschaft, die schon sehr lange zusammenspielt“, weiß Helmes, dass die SpVgg, die vor vier Jahren noch B-Ligist war, einen längeren erfolgreichen Weg hinter sich hat. Mit der Leistung in Kierspe zeigte sich der TuS-Coach zufrieden. „Bis zum 3:1 in der 77. Minute war das eigentlich in Ordnung. Danach aber sind wir überrannt worden.“

TuS Voßwinkel - TuS Neuenrade (Sonntag, 14.15 Uhr, Waldstadion): Es ist das letzte Spiel des Jahres für den TuS Neuenrade, und die Bedeutung ist enorm: Denn es geht am Sonntag im Kellerduell Vorletzter gegen Drittletzter zum TuS Voßwinkel. 

Parallelen gibt es bei beiden Vertretungen gleich einige: Es stehen sich zwei Aufsteiger gegenüber, die Heimspielstätten heißen jeweils Waldstadion, auf dem Punktekonto stehen aktuell jeweils 12 Zähler, wobei der TuS aus der Hönnestadt aufgrund der um sechs Treffer besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsplatz steht. Und trotz der prekären Tabellensituation genießen die Übungsleiter beider Klubs das Vertrauen der Vereinsführung, denn schon im November wurden die Verträge mit den Aufstiegstrainern – Abi Ouhbi bei Neuenrade und Marco Grebe bei Voßwinkel – vorzeitig verlängert. 

Einer überwintert auf deinem Abstiegsplatz

Fest steht allerdings: Einer von beiden Cheftrainern wird mit seiner Mannschaft auf einem Abstiegsrang überwintern. Der gastgebende TuS muss morgen gewinnen, um das zu verhindern, dem Gäste-TuS würde hingegen bereits eine Punkteteilung reichen, um im 15er-Klassement auf Rang 13 zu bleiben. Das aber wäre Abi Ouhbi zu wenig, der entgegen sonstiger Zurückhaltung diesmal eine unmissverständliche Zielsetzung formuliert: „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen.“ 

Mutmacher gibt es deren zwei: Der eine liegt allerdings schon länger zurück, denn im Hinspiel am 18. August schossen die Neuenrader den Kontrahenten gleich mit 5:0 ab. Der andere liegt derweil gerade mal eine knappe Woche zurück, als nach sehr ordentlicher Leistung gegen den Rangzweiten FSV Bad Wünnenberg/Leiberg eine vielversprechende 2:1-Pausenführung zu Buche stand, ehe der Referee die Partie aufgrund eines zu rutschig gewordenen Untergrunds abbrach. Eine Entscheidung, die Ouhbi nach wie vor nicht teilt: „Es ist in der ersten Halbzeit nicht schlechter geworden. Wenn, dann hätte er direkt absagen müssen.“ 

Ob der spielerischen und kämpferischen Vorstellung hätte es nahe gelegen, für morgen auf die gleiche Anfangself zu setzen, doch daraus wird nichts. Zum einen gibt es aufgrund einiger Grippe- und Magen-Darm-Fälle gleich mehrere Fragezeichen, definitiv ist aber der Wechsel auf der Torhüterposition. Denn Domenik Thiele hat sich in einen schon lange gebuchten Urlaub verabschiedet, von möglichen drei Kandidaten wird Ouhbi zwei mit nach Voßwinkel nehmen. Zur Auswahl stehen Oldie Uwe Krug sowie aus der D-Liga-Reserve sein Sohn Torben und Baris Dikmen.

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