Echte Bereicherungen beim Punktgewinn des SC

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Jubel der neuen SCL-Innenverteidigung: Adrian Kolodziej (links) und der 43-jährige Ex-Coach Mike Wohlpart, der unweit des Ortes seines Rücktrittes (in Klafeld) sein Comeback als Spieler feierte, freuen sich über das 1:1 in Freudenberg.

Lüdenscheid -  Es war kein großer Sprung in der Tabelle, aber ein großer Sprung fürs Selbstvertrauen war das 1:1 des Fußball-Bezirksligisten SC Lüdenscheid am Sonntag beim Tabellendritten SV Fortuna Freudenberg allemal. Ein Punktgewinn, der dem SCL bedeutete: Es geht doch – und somit ein wichtiger Mutmacher vor den Wochen der Wahrheit.

Von Thomas Machatzke

„Klar ist, dass man gegen einen Tabellendritten auch ein bisschen Glück braucht. Das haben wir am Ende gehabt“, stellte Michael Dolezych nach den 90 Minuten in der Wending fest, „aber ich denke schon, dass wir uns diesen Punkt verdient haben. Das Team hat von der ersten bis zur letzten Minute in punkto Aggressivität und Einsatzbereitschaft an die letzten 25 Minuten des Altenhof-Spiels angeknüpft. Der Punkt ist einfach gut für den Kopf.“

In Zeiten, die als personell durchaus unruhig bezeichnet werden dürfen, brachten die neuen Konstellationen eher Fort- als Rückschritte für den Gast. Vorne fehlte zwar Stenmans, doch dafür war Artur Krämer wieder an Bord und machte ordentlich Alarm, köpfte an den Pfosten, holte den Strafstoß heraus. Eine Bereicherung. „Wichtig für uns war vor allem, dass Spieler wie Artur oder auch Mo El Alami den Ball auch mal halten können – das gibt uns die Zeit, aufzurücken“, freute sich auch Dolezych über die Fortschritte in der Offensive.

Hinten hatte er ebenfalls notgedrungen umstellen müssen. Felix König hatte letztlich doch verletzt passen müssen. Also kreierte Dolezych etwas ganz Neues. Liakopoulos rückte aus der Innenverteidigung heraus auf die rechte Außenbahn, auf der Christian Der ersetzt werden musste. Im Zentrum setzte er ganz auf Routine. Und Mike Wohlpart und Adrian Kolodziej machten ihre Sache gut. Wohlpart lebte bei seinem Comeback im zarten Alter von 43 Jahren Kompromisslosigkeit vor – so, als er nach 64 Minuten dem einschussbereiten Goalgetter Daginnus am Elfmeterpunkt den Ball spektakulär vom Fuß grätschte. Der Ex-Coach ist eine echte Option für die nächsten Wochen.

Wie sich überhaupt für Dolezych vor dem Kellerduell am Sonntag gegen Drolshagen wieder mehr Möglichkeiten eröffnen. Manuel Wolff wird zurückkehren, Christian Der ebenfalls, auch Mario Stenmans. Sechs Spieler fehlten dem SCL in Freudenberg noch. Aber der Kader wird langsam wieder kompletter. Schaden kann das nicht, denn: „Bis zur Winterpause müssen noch ein paar Siege her – damit der Abstand nicht zu groß wird“, sagt Dolezych, „eine kleine Serie, die wäre jetzt gut.“ Anfangen soll sie nun direkt gegen das Schlusslicht aus Drolshagen. Ohne Wenn und Aber soll dann nicht nur die lange Zeit ohne Feld-Tor enden – auch die Zeit ohne Sieg soll am Sonntag am Wehberg vorbei sein. Auf dem richtigen Weg dazu scheint der SCL zu sein.

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