Hellas-Debakel lässt sogar Raum für Scherze

+
„Wenn Zwei sich perfekt ergänzen“, sagt die Bandenwerbung: Lüdenscheids Yakup Sahin und Attendorns Florian Budde gingen parallel Parterre – Indiz für den Einsatz der Hellenen.

Lüdenscheid - Das Debakel war vorhersehbar, doch 13 statt der erwarteteten neun Ausfälle machten Hellas-Trainer Niko Lagoudakis schon während des 0:12-Debakels bei Tabellenführer SV Attendorn auf der Bezirksliga-Abschiedstorunee des designierten Absteigers aus der Bergstadt etwas stutzig.

Von Jörg Hellwig

„Alle haben nachvollziehbare Gründe für das Fehlen, das muss ich wohl glauben. Ich gehe aber davon aus, im Derby gegen den SC sieht die Personaldecke am Sonntag wieder anders aus“, schwangen leichte Zweifel an der Stichhaltigkeit der Begründungen in seiner Stimme mit.

So aber hatte sich der Coach mit Betreuer Pasquale Cerrone gerade mal mit einem elfköpfigen Notaufgebot auf den Weg zum Spitzenreiter gemacht. Im Bewusstsein, dass es eine gehörige Packung geben würde, zumal nach jahrelanger Pause selbst Co-Trainer Stilianos Palestidis noch sein Comeback geben musste. „Ich aber nicht“, winkte Lagoudakis geradezu entgeistert ab, als sein „Co“ 13 Minuten vor Spielschluss – körperlich völlig am Ende – vom Platz humpelte.

So spielten die Griechen auch ohne Feldverweis die Partie in Unterzahl zu Ende, durften trotz eines Dutzend Gegentoren stolz darauf sein, sich als ganz faire Verlierer entpuppt zu haben, obwohl sich kein Fußballer gern so vorführen lässt, wie es die Hansestädter mit dem SV Hellas getan hatten.

Auf dem Feld blieb sogar Raum für Scherze, etwa als Attendorns eingewechselter Rekonvaleszent Timo Gaertner, der bei seinem zweiten 45-Minuten-Einsatz in diesem Jahr enorm Druck über den rechten Flügel machte, zum dritten Mal an Sportplatz-Senior Peter Martyniok gescheitert war. „Kannst du nicht mal einen Ball fallen lassen?“, war der Attendorner heiß auf sein erstes Meisterschaftstor. Neben einem Grinsen hatte der Hellas-Routinier im nächsten Angriff die passende Antwort parat und fischte Gaertners 18-m-Knaller aus dem Winkel.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare