KSK verhandelt zwei Fälle aus der Kreisliga C

Der KSK-Vorsitzende Heiko Kölz und sein Team verhandeln am Montagabend zwei Fälle.

Kreisgebiet - Die Winterpause ist auch für die Spruchkammer des Kreises Lüdenscheid vorbei: Am Montagabend, 20. April, tagt die Kammer um ihren Vorsitzenden Heiko Kölz ab 18 Uhr im Lüdenscheider Friedrichshof, um zwei Fälle zu verhandeln.

Von Thomas Machatzke

Im ersten Fall des Abends ab 18 Uhr geht es um weniger schöne Vorkommnisse bei einem Kreisliga-C-Spiel im November zwischen dem VfB Altena II und dem TSV Herscheid. Hier wird einem Altenaer Kicker vorgeworfen, dass er den Referee nach einem Platzverweis beim Verlassen des Platzes sexistisch beleidigt haben soll. Dem Trainer des VfB Altena und einem „älteren Herrn“, der sich nach dem Spiel geweigert haben soll, die Schiedsrichter-Kabine zu verlassen, wird im Sonderbericht zudem unsportliches Verhalten vorgeworfen. Diese Vorwürfe wird die Kammer am Montagabend prüfen. Interessant ist der Fall aber auch deshalb, weil sich hier der Referee im Sonderbericht selbst belastet. Er räumt ein, nach der sexistischen Beleidigung zu einem Zuschauer die Worte „Halt die Fresse“ gesagt zu haben. Auch dies wird die Kammer bewerten müssen. Ab 19 Uhr treffen sich dann im Friedrichshof ziemlich gute Freunde: Die Vertreter der Lüdenscheider Honsel-Klubs LTV 61 und SV Hellas nämlich. Die Reserveteams beider Klubs hatten sich im November zum C-Liga-Vergleich getroffen. Der war nicht so gelaufen, wie sich dies der SV Hellas versprochen hatte. In allgemein aufgeheizter Stimmung sollen dann laut Sonderbericht des Referees die Dinge am Ende eskaliert sein. Von Beleidigungen der Griechen in Richtung des Unparteiischen aus Werdohl ist da die Rede, auch von Bedrohungen („Lasst uns mal den Schiedsrichter zusammenschlagen.“), davon, dass der Referee geschubst und angefasst worden sei. Auch dem Vorsitzenden des SV Hellas wird hierbei laut Sonderbericht keine rühmliche Rolle attestiert. Nach den Vorkommnissen berichtet der Schiedsrichter zudem davon, dass er in der Kabine an seinem Trikot Spucke gefunden habe – ohne dies einem konkreten Handeln eines Spielers zuordnen zu können. Ein wenig erquicklicher Abend für den SV Hellas deutet sich an, die LTV-Vertreter sind nur in der Zeugenrollen dabei. J TM

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