Budenzauber vor dem Start

Neue Regeln und der "Flying Goalkeeper"

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Auf Referees und Aktive kommen neue Hallenregeln zu.

Kreisgebiet - Mit dem großen Budenzauber am Kiersper Felderhof nimmt die Hallenfußball-Saison direkt im Anschluss an die Weihnachtstage Fahrt auf. Unter den Christbaum hat der Verband den Hallenkickern wieder einmal neues Regelwerk gelegt, das sie bis zum Sonntag kennen sollten.

Nach den Änderungen der Vorsaison, die weiter Bestand haben, hat der FLVW eine ganze Reihe von Nachbesserungen beschlossen, die auch schon in Kierspe Anwendung finden werden. Im Umgang mit dem sprungreduzierten Ball (Futsal-Ball) ist die Regelung nun eine verpflichtende: Der Ausrichter hat nicht mehr die Wahl, der sprungreduzierte ist mit Ausnahme von Turnieren auf Kunstrasen vorgeschrieben. Fehlt ein solcher Ball, müssen Turniere zwar nicht ausfallen, wohl aber würde dies einen Eintrag in den Spielbericht nach sich ziehen. 

Eine Neuerung, die Staffelleiter Frank Schwarzelühr kritisch sieht, betrifft den Anstoß. Jeder Anstoß ist ab sofort als Fairplay-Anstoß auszuführen. Der Ball wird also erst zum Gegner und vom Gegner zurück zum Ausführenden gespielt. „Wenn man zehn Sekunden vor Schluss nach einem Gegentor noch ein Tor aufholen muss, dürfte das eher schwierig werden“, befürchtet Schwarzelühr. Eine andere Neuerung begrüßt er sehr: Der Torwart ist nicht mehr an seinen Strafraum gebunden. Er darf auch wieder die Mittellinie überqueren und mitstürmen. Abstöße über die Mittellinie sind ebenfalls erlaubt – allerdings müssen Abstöße werfend oder rollend, nicht mehr mit dem Fuß ausgeführt werden. 

Zudem gilt ab sofort eine „Vier-Sekunden-Regel“ – kontrolliert der Torwart in der eigenen Spielhälfte den Ball länger als vier Sekunden, dann erhält der Gegner einen indirekten Freistoß. Nette Randnotiz zum Torwartthema: Wechselt ein Team den Keeper und bringt einen entsprechend gekennzeichneten Feldspieler, so wird dieser nun offiziell in der Regel „Flying Goalkeeper“ genannt.

Vervollständigen schon nach zwei Minuten

Weitere Neuerung: Nach einer Roten Karte darf sich ein Team nun nach zwei Minuten oder einem Gegentor vervollständigen – bisher waren es drei Minuten. Ebenfalls neu: Im Neunmeterschießen müssen ab sofort alle Spieler eines Teams (auch Auswechselspieler) berücksichtigt werden. Bisher waren es nur die Akteure gewesen, die beim Abpfiff auf dem Feld gestanden hatten. Die Zahl der Schützen wurde von fünf auf drei reduziert – bei einem Gleichstand geht es danach aber natürlich so weiter wie bisher bis zur Entscheidung.

Bereits im vergangenen Jahr kam eine Regel zur Anwendung, die Frank Schwarzelühr besonders am Herzen liegt: Die Wirkung des Schusses in der letzten Sekunde eines Spiels muss abgewartet werden, wird nicht durch einen Pfiff des Schiedsrichters aufgehoben. Das bedeutet: Geht der Ball ins Tor, zählt das Tor. Wird er regelwidrig mit der Hand eines Abwehrspielers abgewehrt, so gibt es einen Neunmeter, zudem erhält dieser Abwehrspieler die Rote Karte.

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