„Fall Azzurri“ steht vor der Entscheidung

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Wirbt im sozialen Netzwerk Facebook um Kleinstspenden für den FC Azzurri: Trainer Sönke Heiermann. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Am 25. August fällt der Startschuss in der Fußball-Kreisliga A, und noch immer ist nicht klar, ob der Spielbetrieb mit 16 oder nur 15 Mannschaften aufgenommen wird.

Hintergrund: Wegen rückständiger Zahlungen an Kreis- und Verbandskasse in Höhe von knapp 2500 Euro hatte der Kreis den Ausschluss des FC Azzurri Schalksmühle beim Verband beantragt, diesem Antrag hatte das Verbandspräsidium auch entsprochen. Azzurri indes hatte gegen diesen Beschluss form- und fristgerecht Beschwerde eingelegt, womit das Präsidium wieder am Zug ist.

Und dieses wird jetzt am komenden Dienstag, 20. August, in Kaiserau zusammenkommen, um eine Entscheidung zu treffen, wie Georg Heimes, Vorsitzender des Schiedsrichter- und Fußballausschusse des hiesigen Kreises, gestern auf Anfrage bestätigte und ergänzte, „dass das Präsidium in dieser Sache sogar Kontakt mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach aufgenommen hat“. Egal, wie die Entscheidung ausfallen wird: Sowohl für eine 15er- als auch 16er-Liga hat der Kreis die Auf- und Abstiegsregelung bereits in der Schublade liegen, wird sie dann noch rechtzeitig vor dem Saisonstart bekannt geben können.

Derweil versucht der FC Azzurri, mit Hilfe von „Kleinspenden“ zu Liquidität zu kommen. Trainer Sönke Heiermann beispielsweise bedient sich dabei auch der sozialen Netzwerke im Internet. In der offenen Facebook-Gruppe „Schalksmühle(r)“ bittet der Azzurri-Coach die Bevölkerung in der Volme-Gemeinde um einen kleinen Obolus. Heiermann schreibt unter anderem: „Wenn jeder Schalksmühler bei Massimo Pepe (Präsident des FC Azzurri und Betreiber eines Lebensmittel-Geschäfts in Schalksmühle; d. Red.) in das Sparschwein 0,50 Euro einschmeißen würde, wäre die Thematik in der Presse weg.“ Und weiter: „Wir sind dabei, den Verein neu aufzubauen, das geht nicht in vier Wochen (...) Es bedanken sich auch die Spieler, die ja mittlerweile auch aus Schalksmühle sind.“

Sollte der FC Azzurri tatsächlich die Spielerlaubnis für die neue Saison erhalten, tragen die „Blauen“ ihre Heimspiele allerdings allesamt auf dem Sportplatz Winkhausen aus (wir berichteten). Auch seine Trainingsabende verlegt Azzurri bis zur Fertigstellung des Kunstrasens auf Kuhlenhagen komplett nach Brügge. ▪ Marc Kusche / Axel Meyrich

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