Zuschauer- und Trainer-Zonen bei E- bis G-Junioren

Wolfgang Kunde, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses.

Lüdenscheid - Zwischen den Jugendfußball-Abteilungen der Vereine im Fußballkreis Lüdenscheid und dem Kreisjugendausschuss (KJA) tut sich in manchen Bereichen eine Kluft auf. Hoch her ging es zeitweise bei der Jugendleiter-Arbeitstagung im Vereinsheim des LTV 61 am Honsel in Lüdenscheid. Jedoch erzielten die Vereinsvertreter und der Ausschuss Einigkeit in Sachen Spielbetrieb bei den kleinsten Kickern: Eltern und andere Zuschauer werden hinter die Absperrungen „verbannt“, für die Trainer gibt es künftig verbindliche Coaching-Zonen.

Einstimmig stimmten die Verantwortlichen der Clubs dafür, dass bei den E- und F-Junioren sowie den Minikickern nur noch Trainer, Mannschaftsverantwortliche und eventuell Physiotherapeuten an der Seitenlinie stehen dürfen. Bei der Abstimmung über die Zonen, die die Trainer und Betreuer nicht verlassen dürfen, gab es allerdings sieben Gegenstimmen und eine Enthaltung aus den Reihen der rund 40 Vereinsvertreter. Argumente für und wider die Trainer-Zonen wurden vorgebracht: Andreas Wolter (TuS Grünenbaum) meinte, dass gerade die Minikicker viele Anweisungen bräuchten, während Fabian Kunde vom KJA meinte, das Hereinrufen aus verschiedenen Richtungen „macht die Kinder kirre“. Wiederum einstimmig – auf besondere Aufforderung des KJA-Vorsitzenden Wolfgang Kunde hin – gab es den Beschluss, dass Jugendausschuss, Kreisjugend-Spruchkammer oder die Staffelleiter Passkontrollen durchführen können.

Arndt kündigt rigoroses Vorgehen an

Mit diesen Entscheidungen verband Kunde die Hoffnung, dass es nicht mehr zu Ereignissen wie denen kommt, die zur außerordentlichen Jugendleiter-Arbeitstagung im Dezember geführt hatten. „Wir waren uns alle darin einig, eine ordentliche Abwicklung des Spielbetriebs wiederherzustellen“, schwor der Herscheider die Versammlung ein. Wie genau dies aussehen soll, darüber entzündete sich aber nach dem Bericht des Jugend-Spruchkammer-Vorsitzenden Michael Arndt eine teilweise hitzige Diskussion. Arndt kündigte ein rigoroses Vorgehen in Form von geldstrafen an, sollte ein Verein nicht die Auflagen erfüllen, Trainer, Mannschaftsverantwortlichen und Schiedsrichter zu stellen, die jeweils dem Verein angehören. Nicht nur für Miro Bonevski (Post SV Lüdenscheid) ging diese Sichtweise an der Realität vorbei – so viele volljährige Begleiter könne kaum ein Verein für jedes Saisonspiel vorhalten. Wolfgang Kunde wies jedoch darauf hin, dass es sich in dieser Hinsicht um Vorgaben des Westdeutschen Fußballverbandes handelte – und wusste in dieser Hinsicht Peter Wolf, Vizepräsident Finanzen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen, der der Tagung beiwohnte, hinter sich.

Den Antrag des TuS Stöcken/Dahlerbrück, die Kreisligen A bis C in den Jugendklassen nicht mehr nach dem Prinzip „erste Mannschaften A-Liga, weitere B-Liga und tiefer“ vorzunehmen, nahm der KJA als Anregung auf und kündigte die Bildung einer Kommission hierzu an.

Axel Krüger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare