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Am Samstag ist großer Finaltag im Lennestadion

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Von: Lars Schäfer

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A-Jugendspiel RW Lüdenscheid - FSV Werdohl
In der Liga mussten sich die A-Junioren der FSV Werdohl um Ben Mentzel (links) am Nattenberg mit 0:3 geschlagen geben. Am Samstag sehen sich die Bezirksliga-Kontrahenten in Plettenberg zum Pokalfinale wieder. © Baankreis, Wesley

Es geht um die ersten Titel der Saison: Am Samstag steigt im Plettenberger Lennestadion der große Finaltag im Jugendfußball-Kreispokal. Ab 11.15 Uhr rollt in Böddinghausen der Ball, auf dem Programm stehen nacheinander die Finals der C-, B- und A-Junioren.

Jeweils mit Kantersiegen stürmten die C-Junioren der Jugendspielgemeinschaft (JSG) TuS/SC Plettenberg und des SC Lüdenscheid ins Pokalendspiel. Die Vier-Täler-Städter gewannen ihr Semifinale beim TSV Lüdenscheid mit 11:0, die Lüdenscheider setzten mit ihrem 14:0-Erfolg beim TuS Neuenrade sogar noch einen oben drauf. Die Bergstädter sind es auch, die am Samstag als Favorit in das erste Finale des Tages gehen werden. Das Team von Hassan El-Mourabit ist mit 13 Punkten aus acht Spielen in der Bezirksliga guter Tabellenfünfter, die Plettenberger spielen eine Etage tiefer. Aber: In der Gruppe 2 der Kreisliga ist die JSG das Maß der Dinge, hat alle sieben Saisonspiele gewonnen (Torverhältnis 59:4) und auch schon im Kreispokal für Furore gesorgt. Im Viertelfinale bezwangen die Schützlinge von Trainer Benjamin Fuhrländer die Rot-Weißen aus Lüdenscheid, die wie der SC in der Bezirksliga kicken und dort aktuell Tabellenvierter sind. Chancenlos dürften die Plettenberger also absolut nicht sein am Samstag, zumal sie ja auch auf eigener Plastikwiese antreten. „Leider hatten wir in den letzten Spielen den einen oder anderen Verletzten zu beklagen“, sagt Benjamin Fuhrländer, der natürlich hofft, dass er einen möglichst kompletten Kader zur Verfügung hat. „In kompletter Stärke rechnen wir uns schon Chancen aus“, sagt der Trainer, der mit seinem Team das Finale auf jeden Fall „offen gestalten“ möchte.

Zum Vergleich zwischen (gutem) Kreisligisten und Bezirksligisten kommt es auch im Anschluss im Finale der B-Junioren. Ab 14 Uhr fordert der RSV Meinerzhagen, der noch ungeschlagen die Kreisliga-Tabelle anführt und im Halbfinale den Volme-Rivalen Kiersper SC mit 4:0 besiegte, das höherklassige Team von Rot-Weiß Lüdenscheid heraus. Die Bergstädter sind Tabellenneunter in der Bezirksliga und Favorit auf den Pokalsieg, wie bei den C-Junioren aber darf sich auch hier der vermeintliche Underdog Hoffnungen auf den Titelgewinn machen.

In kompletter Stärke rechnen wir uns schon Chancen aus.

Benjamin Fuhrländer, Trainer der Plettenberger C-Junioren

„Wir respektieren den Gegner natürlich, aber wenn wir unsere Leistung abrufen, sind wir durchaus in der Lage, den Pokal nach Meinerzhagen zu holen“, sagt RSV-Trainer Cosar Coskun. Für den Coach und seinen Co-Trainer Eray Yilmaz ist die Partie am Samstag quasi ein Heimspiel, denn beide kommen aus Plettenberg. Und für Heimspiel-Atmosphäre sollen auch mitreisende RSV-Anhänger sorgen, denn der Verein hat eine Busfahrt in die Vier-Täler-Stadt organisiert.

Im Endspiel der A-Junioren stehen sich ab 16.45 Uhr dann mit der FSV Werdohl und Rot-Weiß Lüdenscheid zwei Bezirksligisten gegenüber, die sich in der Liga in dieser Saison auch schon begegnet sind. Am 10. Oktober verloren die Werdohler, die derzeit Tabellensechster sind, in einer umkämpften Partie am Nattenberg mit 0:3. „Man kennt sich – und man liebt sich“, sagt Carsten Minker mit einem Augenzwinkern. Der FSV-Trainer sieht die Rot-Weißen, die am Sonntag in der Liga Spitzenreiter TuS Sundern mit 3:1 besiegten und als Zweiter nun nur noch einen Zähler Rückstand auf den Primus haben, in der Favoritenrolle. „Rot-Weiß spielt eine tolle Serie und hat gutes Personal. Und der Sieg gegen Sundern ist für sie natürlich eine Riesengeschichte“, betont Minker, „von daher sind die Lüdenscheider gegen uns vielleicht nicht der haushohe Favorit, aber Favorit sind sie schon.“

Die FSV bangt noch um den Einsatz ihres angeschlagenen Torhüters Luca Taurisano und tritt wegen langzeitverletzten Spielern ohnehin nicht in Bestbesetzung an, doch im Endspiel dürfte die Mannschaft alle Reserven mobilisieren und kämpferisch alles in die Waagschale werfen, um den Rot-Weißen die Stirn zu bieten und so für den Pokalsieg in Frage zu kommen. Ein Finale spielt man schließlich ja nicht alle Tage...

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