Verrückter Hellas-Auftritt im Kellerduell

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Elfmeter nach 23 Minuten: Hilchenbachs Torwart Dirk Hering grätscht Hellas-Angreifer Vincenzo Minacapilli um: Kapitän Baris Moumin traf vom Punkt zum 2:3, den Sieg konnten die Griechen aber nicht mit nach Hause nehmen, standen sich vielmehr wieder mit Disziplinlosigkeiten selbst im Weg und mussten sich mit einem 4:4 begnügen.

MÜSEN -  Zwar weiter sieg-, aber nicht mehr punktlos: Ein unglaubliches Kellerduell der Liga-„Nullnummern“ FC Hilchenbach und SV Hellas Lüdenscheid fand auf dem Sportplatz in Müsen mit einem 4:4 (2:3)-Remis ein Ergebnis, das beiden Kellerkindern wenig nützt.

Der SV Hellas hatte einmal mehr die Nerven aller Beteiligten strapaziert: Zwei Fahrzeuge des Trosses hatten sich ohne Navi in Hilchenbach verirrt, eines kam eine knappe halbe Stunde, drei Spieler erst acht Minuten vor dem planmäßigen Anpfiff an.

Die Konzentration war aber dahin, die Akhabach-Truppe mit den Gedanken noch nicht in der Partie, da hieß es bereits 2:0: Zunächst ließ Keeper Meyer eine harmlose Spies-Flanke ins lange Ecke einschlagen (2.), nur drei Minuten später machte die Mauer bei Schmidts 22-m-Freistoß bereitwillig Platz – 2:0.

Hellas arbeitete sich Stück für Stück ins Spiel und war nach einer guten Viertelstunde plötzlich präsent: Mosschopoulos schloss ein Solo mit weiter Flanke ab, in letzter Konsequenz drückte Minacapilli die Kugel über die Linie – 2:1 (18.). Und Hellas hielt die Schlagzahl hoch: Minacapilli wurde nach Steilpass von Keeper Hering umgesenst: Elfmeter, aber „nur“ gelb durch Schiri Langemann. Immerhin: Moumin (23.) glich aus und nur fünf Minuten später hatte Hellas die Partie gedreht: Astrit Morina schloss sein Solo von der Mittellinie knochentrocken zum 2:3 ab. Hellas hätte nachlegen können, doch A. Morinas Flanke verpasste Minacapilli hauchdünn und dann vergab Morina selbst.

In Halbzeit zwei aber war die Hellas-Herrlichkeit wieder vorbei: Fassungslos musste Coach Akhabach mit ansehen, wie sein Team auseinanderfiel, durch Beusen (50.) und Freikmann (60.) erneut in Rückstand geriet. Allein Meyer bewahrte Hellas mit vier Prachtparaden vor erneuter Niederlage. Ständige Meckereien, Arbeitseinstellung und Disziplinlosigkeit machten wenig Hoffnung auf ein Remis. Ausgerechnet Astrit Morina, dessen ständige Einzelaktionen Minacapillis Verbalattacken provozierten, die in gelb-rot mündeten, läutete eine Schlussoffensive ein. Zunächst krachte sein 20-m-Knaller gegen den Pfosten (78.), dann war Hering zur Stelle (81.) und 89.). Zwischenzeitlich hatte A. Morinas Einwurf aber Geladaris in Position gebracht, der mit einem Heber (82.) wenigstens noch einen Punkte rettete.

Jörg Hellwig

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