Fußball-Kreisliga A

Das Trainerduo hält den Ball flach

Jonas Bott (rechts) und der SV Affeln spielen bislang eine tadellose Saison. Nur beim 3:3 gegen den TuS Langenholthausen II reichte es nicht zum Sieg.

Sieben Spiele, sechs Siege, ein Remis und seit Sonntagnachmittag wieder Tabellenführer: Der SV Affeln hat im Arnsberger Kreisoberhaus den hervorragenden Eindruck, den er in der Vorbereitung hinterlassen hatte, bestätigt. Die Stummel-Kicker, die in der Saison 2008/09 aus der Bezirksliga abgestiegen waren, könnten ein ernsthaftes Wörtchen mitreden im Meisterschaftsrennen.

Affeln -  „Wir sind aktuell sehr zufrieden. Nur das dumme Unentschieden in Langenholthausen, das wir uns selbst zuzuschreiben hatten, hätte nicht sein müssen“, sagt Dennis Thomèe, der den SVA zusammen mit Pietro Guerrieri trainiert. Die Tabellenführung nach sieben Spielen ist keineswegs ein Zufallsprodukt.

Die Mannschaft verfügte schon in der vergangenen Saison über großes Potenzial. Im Sommer wurde der Kader dann punktuell verstärkt – und die Neuverpflichtungen saßen. Der kopfballstarke Sezer Bilgin ist eine Bereicherung für die Defensive, Lars Kabath macht die ohnehin schon gut besetzte Offensive noch ein Stück gefährlicher. Drei Tore und vier Assist stehen für Kabath, der den Weg vom SuS Langscheid/Enkhausen zurück nach Affeln gefunden hat, bis dato zu Buche. Timon Jürgens ließ sein Talent bereits aufblitzen, eine Verletzung aber warf den Youngster zwischenzeitlich zurück. Und da wäre noch der vom Landesligisten BSV Menden gekommene Torhüter Fabian Jagals, der unter anderem die Auswärtssiege bei der SG Herdringen/Müschede und bei der DJK GW Arnsberg mit klasse Paraden festhielt. Ein Matchwinner zwischen den Pfosten.

Obwohl die Saison noch relativ jung ist, zeichnet sich in der A-Liga ein Dreikampf an der Spitze ab. Der SV Bachum/Bergheim, FC Neheim-Erlenbruch und eben der SV Affeln sind noch ungeschlagen und haben allesamt schon ein kleines Polster herausgespielt auf den Tabellenvierten SuS Westenfeld, der am Sonntag zum Topspiel auf der Stummel erwartet wird. „Den Dreier gegen Westenfeld wollen wir am Sonntag noch mitnehmen, bevor wir dann eine längere Pause haben“, sagt Seitenlinienchef Dennis Thomèe, dessen Team im November nur ein einziges Punktspiel (und das wird der Knüller gegen Erlenbruch sein) bestreiten wird.

Der 1. November (Allerheilgen) ist ohnehin frei, am 8. November sind die Affelner turnusgemäß spielfrei und am 11. Spieltag wäre die Thomèe/Guerrieri-Elf zu Gast gewesen beim TuS Hachen, der sich aber nach dem 4. Spieltag zurückgezogen hat. „Wir wollen in der Pause nach Möglichkeit ein Testspiel bestreiten, um im Rhythmus zu bleiben“, betont Dennis Thomèe, der sich zusammen mit seinem Trainerkollegen Pietro Guerrieri zwar über die augenblickliche Pole-Position freut, den Ball aber bewusst flach hält.

„Es ist einfach zu früh, um über den Titel zu sprechen. Die ganz dicken Kaliber wie Bachum oder Erlenbruch hatten wir noch nicht. Wir schauen weiter nur auf uns und wollen unsere Hausaufgaben erledigen. Aber natürlich wäre es schön, wenn wir bis zum Ende oben mitspielen könnten“, so Thomèe, der zusammen mit Guerrieri im Vergleich zur Vorsaison taktische Veränderungen vorgenommen hat. Das Spiel der Affelner ist variabler und flexibler geworden, die einstudierten Systeme – ein 3-5-2 und 4-4-2 – fluppen.

Was das Trainerduo neben eines intakten Teamgeistes überaus schätzt, es ist das Vertrauen der Abteilungsleitung. „Wir können hier absolut in Ruhe arbeiten und unser Ding machen, stehen mit den Verantwortlichen aber immer auch im Austausch“, wissen Thomèe und Guerrieri die Rahmenbedingungen im Umfeld wertzuschätzen. Auch das ist sicherlich ein Grund, warum es bei den Stummel-Kickern bislang so prächtig läuft...

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