Fußball

„Armutszeugnis“: RSV-Anfragen erzürnen Carbotta

Fußball Bezirksliga Kiersper SC Marco Carbotta
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Mächtig angefressen ob der Abwerbungsversuche aus Meinerzhagen: KSC-Coach Marco Carbotta.

Als klassenhöchster Verein der Region ist der RSV Meinerzhagen das Aushängeschild des Fußballkreises Lüdenscheid. Für den Trainer des Bezirksligisten Kiersper SC ist der Oberligist aus der Nachbarstadt in diesen Tagen aber in allererster Linie ein Reizthema.

Kierspe/Meinerzhagen - Kommt die Sprache auf den RSV, schwillt Marco Carbotta der Kamm. Der Grund ist ebenso simpel wie einleuchtend. Beim KSC ist man mit den Personalplanungen fast „durch“, 18 der 20 für die Saison 21/22 veranschlagten Kaderplätze sind belegt. So weit ist der RSV Meinerzhagen hingegen noch nicht: Erst zehn Akteure haben bislang zugesagt, während parallel dazu die Akquise der zur Deckung des Oberliga-Etats fehlenden Gelder noch läuft. Dass dem RSV unter dem Strich weniger Mittel zur Verfügung stehen als in den zurückliegenden Jahren, ist in der Szene kein Geheimnis. Vor diesem Hintergrund wiederum rückt nun kostengünstigeres Personal in den Fokus, geht der Blick in tiefere Klassen. Und an dieser Stelle kommen der Kiersper SC und Marco Carbotta ins Spiel.

Gleich fünf Akteure des Bezirksligisten haben laut Carbotta in den vergangenen Tagen Wechselanfragen aus Meinerzhagen erhalten: „Dabei handelt es sich durchweg um Spieler, die schon vor Monaten bei uns zugesagt haben.“ Dass sich der RSV gleich in mehreren Fällen über das ungeschriebene Gesetz hinweggesetzt hat, bereits im Wort stehende Kicker anderer Klubs nicht anzusprechen, bringt den KSC-Coach auf die Palme: „Die Art und Weise ist einfach schmutzig und die ganze Aktion ein Armutszeugnis für den RSV!“ Hinzu kommt für Carbotta: „Kaum ist in Meinerzhagen das Geld knapper, interessiert man sich plötzlich für Spieler, die man noch vor einem halben Jahr keines Blickes gewürdigt hat...“

„Wir haben geholfen - so wird es gedankt“

Ob und welche Kiersper Spieler dem Lockruf des Oberligisten erliegen werden, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon dürfte zwischen den Nachbarklubs nun erst einmal Eiszeit herrschen. Das war im vergangenen Sommer noch anders: „Als der RSV zur Vorbereitung aufs Westfalenpokal-Endspiel Trainingsmöglichkeiten auf Naturrasen gesucht hat, haben wir geholfen, indem wir selbst auf Einheiten verzichtet haben“, erinnert Marco Carbotta, „und jetzt wird uns das so gedankt.“

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