TuS Stöcken/Dahlerbrück legt Protest ein

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Zweimal "Gelb" statt Platzverweis: Ennepes Fatih Sungur (links).

Schalksmühle - Der abstiegsbedrohte Fußball-A-Ligist TuS Stöcken/Dahlerbrück hat offiziell Protest gegen die Wertung des Spiels beim TuS Ennepe am Sonntag eingelegt. Das bestätigte am Mittwoch Holger Breddermann, kommissarischer Fußball-Abteilungsleiter des TSD.

Von Axel Meyrich

Hintergrund: Kurz vor dem Abpfiff des „Kellerderbys“ in Schwenke hatte Schiedsrichter Dominic Alexander Windolph (Gevelsberg) dem Schwenker Fatih Sungur die gelbe Karte wegen Ballwegschlagens gezeigt – ein Fehler, weil der Enneper bereits zuvor verwarnt worden war. Passiert ist dieser Lapsus offensichtlich deshalb, weil Sungur auf seiner Hose eine andere Nummer getragen haben soll als die Rückennumer auf dem Trikot.

Unterschiedliche Nummern

Schon während der Partie und verstärkt nach dem Abpfiff wurde der Unparteiische von den TSD-Verantwortlichen auf seinen Fehler hingewiesen. Windolph gestand dies später ein – inklusive eines Vermerks im offiziellen Spielbericht.

„Um keine Fristen zu versäumen, haben wir erst einmal zeitnahe Einspruch eingelegt“, sagt Holger Breddermann zur Vorgehensweise des TSD, „wir werden uns jetzt in Ruhe juristisch beraten lassen.“ Die entscheidende Frage bei der Behandlung des Protests wird sein, inwieweit der Fehler des Unparteiischen bei einem Spielstand von 2:5 und einer vergleichsweise geringen Restspielzeit spielentscheidenden Charakter hatte. „Es hat schon Spiele gegeben, in denen in drei Minuten drei Tore gefallen sind“, so Breddermann.

Sungur am Sonntag gesperrt

Sungur selbst ist vom Verband inzwischen für das am kommenden Sonntag anstehende Auswärtsspiel beim TSV Lüdenscheid gesperrt worden. Das „doppelte Gelb“ wurde also nachträglich in eine gelb-rote Karte mit entsprechender Sperre umgewandelt.

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