Fußball

P.A.S. Plettenberg blickt auf ein tolles erstes Jahr

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Georgios Gakis, Sportlicher Leiter bei P.A.S.

Plettenberg – Sie sind der jüngste Verein im Fußball-Kreis Lüdenscheid: Die Kicker von P.A.S. Plettenberg starteten wenige Monate nach der Gründung im Sommer 2019 in die Saison der Kreisliga D. Und dort fand sich der griechische Club schnell gut zurecht.

Aktuell liegt die Mannschaft hinter Eyüpspor Werdohl II (37 Punkte) und TuS Stöcken Dahlerbrück II (36) als Dritter mit 33 Punkten auf Aufstiegskurs – Zeit für eine Zwischenbilanz. Sportredakteur Michael Jeide sprach mit dem Torwart und Sportlichen Leiter von P.A.S., Georgios Gakis.

Sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

In der ersten Saison ist es bis jetzt sehr gut gelaufen. Wir waren von Anfang an sehr gut aufgestellt, mit erfahrenen Hasen wie Vassilios Sianas und Michalis Katsios und talentierten Spielern wie Dimitrios Sianas. Auch Nikos Koudas hat wie eine Bombe eingeschlagen. Er spielt normalerweise Basketball bei den Baskets Lüdenscheid in der Oberliga und ist mit 22 Toren der Toptorjäger in der Fußball-Kreisliga D. Unser Ziel waren die Top 5, doch als es schnell gut lief, haben wir das Ziel auf Meisterschaft und Aufstieg geändert.

Im Winter konnten Sie die Mannschaft sogar noch verstärken. Wer ist neu dazugekommen?

Mit Nikolaos Karokis, Milorad Saitovic, beides Lüdenscheider, und dem Werdohler Engin Albayrak haben sich uns drei Spieler vom TuS Stöcken Dahlerbrück II angeschlossen. Außerdem kam Marvin Knips vom Bezirksligisten TuS Neuenrade, der beim TuS Plettenberg in der Jugend gespielt hat. Alle haben schon Akzente gesetzt und sind wichtige Bausteine für die kommende Saison.

Stichwort TuS Stöcken Dahlerbrück II: Gegen den Titelrivalen gab es am 15. Dezember eine 1:11-Heimniederlage, weil sich die Gäste unter anderem mit A-Liga-Goalgetter Patrick Klatt verstärkt hatten. Ärgert Sie das noch?

Das hat schon für Unmut gesorgt. Weil die Kreisligen A bis C zu diesem Zeitpunkt schon in der Winterpause waren, konnte sich die TSD-Zweite verstärken. So etwas ist legitim, aber doch eine leichte Wettbewerbsverzerrung. Das war nicht gut gelöst vom Kreis. Besser wäre es gewesen, alle Ligen gleichzeitig in die Pause zu schicken. Das hat uns drei Punkte gekostet. Aber Stand jetzt wären wir auch als Dritter aufgestiegen – das wäre nur fair.

Wenn man die Spiele von P.A.S. verfolgt hat, fiel die große Zuschauerresonanz auf – für einen D-Ligisten sehr ungewöhnlich.

Großer Dank an unsere Fans für diesen Support, der mich richtig stolz und froh macht. Auch auswärts waren immer so um die 50 Leute mit. Beim Heimspiel gegen den TuS Neuenrade II sollen über 200 Zuschauern da gewesen sein. Und auch beim Derby auf der Elsewiese gegen den SC Plettenberg III war die Unterstützung riesig. Leider hat die Mannschaft an diesem Tag nicht gut gespielt und 2:1 verloren.

Sie nutzen den Sportplatz Oestertal gemeinsam mit dem TSV und Türkiyemspor Plettenberg. Wie funktioniert die Nachbarschaft?

Das sind zwei ganz liebe Nachbarn. Die Kommunikation läuft gut und sie unterstützen uns tatkräftig, wenn wir Fragen haben oder Hilfe brauchen. Dank gilt natürlich auch dem Platzwartehepaar Marina und Stefan Liebig.

Wie weit sind Sie mit den Planungen für die Saison 2020/21?

Die Kernmannschaft bleibt bestehen. Auch das Trainerteam mit Ioannis Lazos und Konstantinos Rammos hat bereits zugesagt. Die beiden machen eine super Arbeit. Das belegt die Rücksprache mit den Spielern und das spiegelt sich auch auf dem Platz wieder. Alle Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen wir momentan aber nur über Telefon oder WhatsApp. Wir arbeiten eine lange Liste ab.

Wie sieht es mit dem Vereinsleben abseits des Platzes aus?

Das ist alles sehr familiär. Bei uns geht es sehr gemeinschaftlich zu, aber es gibt in der Vorstandsarbeit kein Durcheinander. Da pflegen wir eine deutsche Hierarchie.

Die Coronakrise bringt viele Vereine an den Rand der Existenz. Wie sehr ist P.A.S. betroffen?

Auch wir wissen nicht, wann es weitergehen kann und müssen jeden Cent zweimal umdrehen. Doch finanziell kommen wir durch diese Krise. Ich kann nur allen Sponsoren dafür danken, aber auch der Mannschaft und allen anderen, die ihre Freizeit für P.A.S. Plettenberg opfern.

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