Eishockey, DEL

Furioses Auftaktdrittel ebnet den Iserlohn Roosters den Weg zum Sieg

Torjubel beim Eishockey
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Vierfacher Torjubel im ersten Drittel: Schon nach 20 Minuten war am Seilersee die Partie gegen das Schlusslicht aus Krefeld praktisch gelaufen, führten die Roosters 4:0.

Nach 20 Minuten war praktisch alles klar, führten die Iserlohn Roosters gegen Schlusslicht Krefeld am Mittwochabend bereits 4:0. Am Ende siegte das Tapper-Team 5:2.

Iserlohn – Dank eines überragenden Auftaktdrittels sicherten sich die Iserlohn Roosters im vierten Westderby gegen die Krefeld Pinguine den dritten Saisonsieg. Die Premiere von Steve Whitney lief gut, Andy Jenike aber wurde in den Schlussminuten um seinen sicher geglaubten Shut-Out gebracht.

Plan aufgegangen! Mit dieser Schlagzeile könnte man die ersten 20 Minuten versehen. Die Roosters zelebrierten Hockey auf ganz hohem Niveau gegen einen Gegner, der spätestens nach dem 0:2-Rückstand beeindruckt war und die eigene taktische Ausrichtung schleifen ließ. Aber der Reihe nach: Gerade einmal 13 Sekunden waren gespielt, als Sutter die Sauerländer in Führung brachte.

Nach einem Traumpass von Griffin Reinhart aus der eigenen Zone, stand der Kanadier plötzlich völlig frei vor dem gegnerischen Kasten und ließ dem jungen Nikita Quapp keine Chance. Im ersten Powerplay zelebrierten die Sauerländer Kombinationshockey mit einer klaren Vision. Grenier als Ideengeber zauberte die Scheibe zu Aubin, der überragend abschloss (8.).

Furioses Auftaktdrittel ebnet den Iserlohn Roosters den Weg zum Sieg

Anschließend wirkten die Pinguine übermotiviert, versuchten jeden Check zu beenden und brachten sich so selbst aus dem Tritt. Das Resultat: Philip Riefers und sein 3:0, vorbereitet vom Brüderpaar Whitney, dass mit ganz viel Tempo und gutem Auge diesen Treffer auflegte (12.). Als dann auch noch Reinhart 50 Sekunden vor Drittelende zum 4:0 – erneut in Überzahl – traf, hätte das Tapper-Team Standing-Ovations verdient gehabt. Wer so viel Schlittschuh läuft, so gut nach hinten arbeitet, einen so klaren Plan verfolgt, hat solch einen Vorsprung auch verdient. Natürlich durfte man nicht vergessen, wer der Gegner war: das Schlusslicht der Liga. Doch auch gegen andere Teams aus der Liga hätten die Sauerländer nach diesem Auftaktdrittel in Führung gelegen.

So stark wie das erste Drittel war, umso schwächer präsentierte sich das Team im Mittelabschnitt. Erkennbar mindestens drei Gänge zurückschaltend, lief fast nichts mehr nach Plan. Das begann im Aufbau. Weil die Iserlohner zu wenig Schlittschuh liefen, kamen die Pinguine, die ihrerseits den Goalie gewechselt hatten, immer schnell in die Pässe der Blau-Weißen, durchkreuzten auch die Kombinationen in der neutralen Zone und erst recht im eigenen Drittel.

Nur mit Schüssen waren die Sauerländer gefährlich, Belov aber erlaubte keinen Rebound, hielt seinen Kasten sauber. Die beste Chance hatte knapp sechs Minuten vor dem Ende Baxmann mit einem Schuss, der an die Latte krachte.

Noch ein Sutter-Tor im letzten Abschnitt

Im Schlussabschnitt gelang es den Roosters zwar wieder, etwas mehr Akzente zu setzen. Mehr Engagement war aber einfach nicht nötig, denn die Pinguine hatten an diesem Abend nicht das Potenzial, den Gastgebern wirklich gefährlich zu werden. Ärgerlich war ein Krefelder Schuss ins Gesicht von Verteidiger O’Connor, der sichtlich Schmerzen hatte, sich trotzdem aufrappelte und ungestützt in die Kabine ging.

Offensiv legten die Sauerländer einen weiteren schönen Treffer von Sutter nach, den erneut die Whitney-Brüder vorbereitet hatten (55.). Und dann hatten auch die Pinguine in der Schlussphase noch einmal zwei gute Momente, trafen durch Olson und Buncis doppelt zum 5:2-Endstand. In diesen Momenten hätte das Team mehr für Keeper Jenike tun müssen, der nicht nur den verdienten Shut-Out einbüßte, sondern sich auch noch über einen unnötig hohen Gegentorschnitt ärgern musste.

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