Handball-Landesliga

Viel Respekt vor den Gegnern

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Fällt für die Restsaison im Team der HSG Lüdenscheid aus: Spielmacher Lukas Weichelt (links).

Lüdenscheid/Altena - Die Aufgaben erscheinen höchst unterschiedlich, aber die heimischen Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid und TS Evingsen begegnen ihren sonntäglichen Gegnern mit dem gleichen hohen Respekt.

HSG Lüdenscheid – TuS Wellinghofen (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Bergstadt-Gymnasium):  Eine Hiobsbotschaft und eine deutliche Trainerwarnung begleiten die Handballer der HSG  ins erste Punktspiel des Jahres gegen den Dortmunder Traditionsklub TuS Wellinghofen. Seit Wochenbeginn nämlich haben die Bergstädter Klarheit, dass der so schmerzlich vermisste, hoch veranlagte Spielmacher Lukas Weichelt seinem Team in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. „Die ärztliche Diagnose über das lädierte Knie ist klar, in dieser Saison wird Lukas nicht mehr spielen“, liegt der Ausfall des jungen Rückraumspielers Trainer Friedhelm Ziel gerade angesichts der ohnehin dünnen Besetzung der zweiten Reihe schwer im Magen.

Hinzu kommt die gehörige Portion Respekt vor dem Tabellenvorletzten: „Es soll sich bloß niemand von der Platzierung und den bislang erst drei Pluspunkten des TuS blenden lassen.“ Ziel hatte die Wellinghofener ohnehin nicht so schlecht wie ihre Platzierung gesehen, wirft aber vor allem den Trainerwechsel zum gewieften Taktiker Claudio Simone im Dezember in die Waagschale. „Nach meinen Informationen hat Simone die Zeit genutzt und durchtrainiert. Von daher treffen wir auf viele Unbekannte, wissen nicht, was die Wellinghofener spielen werden. Mit Sicherheit hat er aber an den Schwachstellen gearbeitet.“ Das heißt, die bislang gegentoranfälligste Deckung dürfte anders als bisher auftreten, zudem wird der TuS konditionell zugelegt haben, nachdem er im ersten Saisondrittel gnadenlos jedes gegnerische Tempo mitgegangen war und dann meist gegen Spielende eingebrochen war.

„Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, denn wir sind erst seit einer Woche wieder im Training, müssen in den ersten beiden Spielen sicher noch wieder in den Wettkampfrhythmus finden. Gerade gegen Wellinghofen aber wollen wir unser Punktepolster auf den vorletzten Platz unbedingt ausbauen.“ Die personellen Voraussetzungen freilich sind nicht so gut bei der HSG. Nicht nur Weichelt fehlt, sondern auch Kreisläufer Behnke-Schoos, der studienbedingt bis Februar nicht zur Verfügung steht, zudem pausierten die erkrankten Broscheit und Fenner im Training.

SG Menden Sauerland Wölfe II - TS Evingsen (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Walramstraße):  Der letzte Erfolg datiert von Mitte November, als die TS Evingsen in der Sauerlandhalle den TuS Wellinghofen in die Knie zwang, seitdem gab’s drei Punktspielniederlagen für das Aufstiegsteam von Trainer Sascha Schmoll. Klar deshalb, dass der Coach nach dem Sturz auf den elften Tabellenplatz (9:15 Punkte) ein Erfolgserlebnis herbeisehnt. Die Aufgabe freilich wird alles andere als einfach: Auch wenn die SG Menden II gerade einmal zwei Zähler mehr aufweist als der Neuling aus der Burgstadt, sieht Schmoll in ihr ein Team, das in den unteren Tabellengefilden „nichts zu suchen hat“. „Die erste Sieben der Mendener ist auch ohne Verstärkungen aus dem Drittligaaufgebot oder der Bundesliga-A-Jugend schon stark genug für die obere Tabellenhälfte“, befindet der Trainer, und hat Respekt vor den Flor-Brüdern, Poth, Trainersohn Lauritz Wefing, Gollor und Co.

Zudem befürchtet er aber gerade nach Weihnachtspause und angesichts der spielfreien Truppen aus Dritter Liga beziehungsweise A-Junioren-Bundesliga, dass die „Wölfe“ eben doch Verstärkungen zusätzlich aus dem Hut zaubern, um den Neuling auf Distanz zu halten und das Punktekonto auszugleichen.

Kein Grund für den Gast aber, die Aufgabe in die Schublade „unlösbar“ einzusortieren. „Wir sind nicht gewillt, Menden die Punkte kampflos zu überlassen, sondern entschlossen, endlich wieder einen doppelten Punktgewinn einzufahren“, trotzt Schmoll der schwachen Trainingsbeteiligung der beiden Trainingswochen und stützt sich lieber auf das Erfolgserlebnis im Pokal, in dem sich die Evingser souverän im Kreispokal-Halbfinalturnier durchgesetzt hatten.

Ein Erfolg, den die TSE mit zwei Verletzungen allerdings teuer bezahlte: So fällt neben dem privat verhinderten Lüling auch Menzel mit einer Fußverletzung aus. Hinter den Einsätzen vom ebenfalls angeschlagenen Hell (Oberschenkel) und Brüggendieck stehen ebenso noch Fragezeichen wie beim Rekonvaleszenten Kiss.

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